Linz: Klassik am Dom verbindet Musik mit leuchtendem Friedenszeichen
08.07.202611:29
Österreich/Kirche/Kultur/Klassik/Konzert
Beleuchtung des Friedensfensters während "Klassik am Dom" vom 10. Juli bis 8. August - Starsänger Tom Jones und Austropoplegende Fendrich bei Festival zu Gast
Linz, 08.07.2026 (KAP) Der Mariendom Linz will während der Konzertreihe "Klassik am Dom" erneut ein sichtbares Zeichen der Hoffnung auf Frieden setzen. Vom 10. Juli bis 8. August wird das Friedensfenster der größten Kirche Österreichs gemeinsam mit seiner modernen Interpretation täglich von 19.15 bis 1 Uhr beleuchtet. "Gerade in den unsicheren und herausfordernden Zeiten, die wir derzeit weltweit erleben, kann es nicht genug Zeichen für Frieden und Versöhnung geben. Die Kirche hat dabei eine wichtige Aufgabe als Brückenbauerin und Förderin eines guten Miteinanders", so Landeshauptmann a.D. Josef Pühringer in einer Aussendung der Diözese Linz. Bei "Klassik am Dom" sind unter anderem Starsänger Tom Jones, Musicaldarsteller Mark Seibert und Austropoplegende Rainhard Fendrich zu erleben.
Frieden beginne im Kleinen, so Pühringer, geschäftsführender Präsident des Vereins "Pro Mariendom - OÖ Dombauverein". "Das beleuchtete Friedensfenster soll Menschen ermutigen, aufeinander zuzugehen und so selbst zum Frieden beizutragen", erklärte er zur Aktion "Frieden.Leuchten". Dabei habe der Mariendom selbst Zeiten des Krieges und Friedens erlebt, wies die Diözese Linz hin. Die beiden Rosettenfenster - das Kriegsfenster und das Friedensfenster - erinnerten daran, wie zerbrechlich Frieden ist.
Das Friedensfenster entstand wie die beiden anderen Rosettenfenster des Mariendoms rund um das Jahr 1917. Im Zentrum stehen die drei göttlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung sowie die vier Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die darunterliegenden sieben Felder zeigen die sieben Werke der Barmherzigkeit anhand verschiedener Heiliger, etwa die Hungernde speisende Hl. Elisabeth und den Hl. Benedikt, der Fremde beherbergt. Eine moderne Interpretation des Friedensfensters des Künstlers Karl Martin Hartmann aus dem Jahr 1996 soll symbolisch dafür stehen, "dass unterschiedliche Menschen, Religionen, Konfessionen, Weltanschauungen und politische Gruppierungen in einem friedlichen Miteinander existieren" können.