Brandmayr: "Wir haben Hoffnung und Zuversicht, dass es wieder aufwärts geht mit den Besuchern"
Jerusalem, 08.07.2026 (KAP) Im Österreichischen Pilger-Hospiz in Jerusalem hat dieser Tage der neue Rektor Franz Xaver Brandmayr seinen Dienst angetreten. "Wir haben Hoffnung und Zuversicht, dass es im Herbst wieder aufwärts geht hier im Haus mit den Besuchern und dazu lade ich Sie herzlich ein, Jerusalem zu besuchen", sagte Brandmayr in einem am Mittwoch über die Socia-Media-Kanäle des Pilgerhauses verbreiteten Video. "Kommen Sie, reden Sie über das Haus und tragen Sie dazu bei, dass es im Bewusstsein der Österreicher und vieler Länder ein Zentrum in Jerusalem ist, von dem aus wir Gutes wirken wollen für den Frieden in dieser Stadt und in dieser Welt", so der neue Leiter des Pilger-Hospizes.
Das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land mit rund 120 Betten, Kapelle und dem hauseigenen "Café Triest" liegt in der Jerusalemer Altstadt direkt an der Via Dolorosa. Finanziell befindet sich das Hospiz seit einigen Jahren wegen ausbleibender Pilgergruppen - zunächst wegen der Corona-Pandemie, seither aber auch aufgrund der immer wieder aufflammenden Gewalt im Nahen Osten - in angespannter Lage. Der Weiterbetrieb wurde durch Rücklagen und Spenden gedeckt.
Er stehe als Rektor zusammen mit seinen Mitarbeitern in den nächsten Jahren vor "gewaltigen Aufgaben", sagte Brandmayr. Unter anderem brauche das Haus "einiges an Renovierungen". Insgesamt 15 Millionen Euro müsse er dafür auftreiben. Dafür gebe es schon einige Unterstützer. Am wichtigsten aber sei die Rückkehr der Pilger in das Gästehaus. "Wir sind Pilger der Hoffnung, Pilger der Zuversicht - und so lade Sie ein, hierherzukommen, in diesem österreichischen Zentrum zu sein und die heilige Stadt Jerusalem zu erleben", sagte der Rektor.
1863 als Pilger-Hospiz eröffnet, ist das Gebäude des Pilger-Hospizes nach einer bewegten Geschichte, während der es mehrfach beschlagnahmt und u.a. als Waisenhaus, Internierungslager, Offiziersschule und Spital genutzt wurde, seit 1985 wieder im Besitz der katholischen Kirche. 1988 wurde es nach einer Renovierung als Pilgerhaus wiedereröffnet und 2019 um einen Zubau erweitert. Das Gästehaus geht in seinem Wirken aber deutlich über die Funktion als reine Pilgerherberge hinaus. Es ist in Jerusalem auch als Kulturträger, Bildungseinrichtung und Ort des Dialogs unter Kulturen und Religionen positioniert. Das Pilger-Hospiz ist dem jeweiligen Erzbischof von Wien als Protektor unterstellt.