Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Israel veröffentlicht Bericht zu humanitärer Lage im Gazastreifen

10.07.2026 11:11
Israel/Palästina/Krieg/Menschenrechte
Israel hat internationalen Helfern wiederholt vorgeworfen, das Bild zur Lage im Gazastreifen zu verzerren - Jetzt soll ein eigener Bericht dieses Bild einer Katastrophe zurechtrücken
Jerusalem, 10.07.2026 (KAP/KNA) Seit Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen im Oktober 2025 sind dort nach israelischen Angaben deutlich mehr Hilfsgüter angekommen, als tatsächlich benötigt würden. Der Schwerpunkt habe auf Ernährungssicherheit, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Hygiene gelegen, erklärte die israelische Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (Cogat). Am Donnerstag veröffentlichte sie einen Bericht zur humanitären Lage in dem Gebiet.

Ziel sei - "vor dem Hintergrund anhaltender Versuche der Hamas, gemeinsam mit anderen Akteuren die humanitäre Lage im Gazastreifen zu verzerren" - ein vollständiges und sachliches Bild zu vermitteln, erklärte der Leiter der Behörde, Yoram Halevy, laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA).

Der Bericht stützt sich nach Angaben der Behörde auf Daten zu humanitären Hilfslieferungen, Informationen der Vereinten Nationen und internationaler Organisationen, öffentlich zugängliche Berichte sowie Untersuchungen von Experten. Demnach gelangten seit Beginn der Waffenruhe bis zum 7. Juni 2026 etwa 1,78 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen. Dies entspreche dreimal der Menge, die das Welternährungsprogramm als Bedarf festlege.

Höheres Angebot, niedrigere Preise

Im gesamten Gazastreifen habe sich die Verfügbarkeit von Lebensmitteln verbessert. Die Preise seien zwischen September 2025 und Mai 2026 um rund 72 Prozent gesunken, insbesondere bei Grundnahrungsmitteln. Gegenwärtig seien hauptsächlich interne Faktoren wie von der Terrororganisation Hamas erhobene Steuern für das Preisniveau verantwortlich, so Cogat.

Mit Blick auf die Wasserversorgung hält die Behörde fest, dass die verfügbaren Mengen internationale humanitäre Standards überträfen. Laut dem Bericht trafen rund 18.000 Tonnen Medikamente und medizinische Hilfsgüter im Gazastreifen ein. Das dortige Gesundheitssystem sei weiterhin funktionsfähig.

"Der Bericht betont, dass Israel keine mengenmäßigen Beschränkungen für die Einfuhr von Medikamenten auferlegt und weiterhin mit internationalen Organisationen zusammenarbeitet, um medizinische Lösungen und die Einfuhr moderner medizinischer Geräte zu erleichtern, wobei Sicherheitsaspekte bei Gütern mit doppeltem Verwendungszweck berücksichtigt werden", so Cogat wörtlich.

Helfer: katastrophale Bedingungen

UN-Vertreter bestätigten zuletzt vor dem UN-Sicherheitsrat, dass der Waffenstillstand eine leichte Verbesserung der Lebensbedingungen im Gazastreifen ermöglicht habe. Dies spiegele aber eine Abkehr von einer "katastrophalen Ausgangslage wider, nicht die Erfüllung grundlegender Bedürfnisse", so Tom Fletcher, UN-Koordinator für humanitäre Hilfe. Der Gazastreifen werde "durch humanitäre Notlösungen und die Beharrlichkeit der Palästinenser zusammengehalten".

Auch das Gesundheitssystem im Gazastreifen ist UN-Vertretern zufolge weiterhin extrem fragil; medizinische Güter seien knapp. 82 Prozent der Bewohner des Gazastreifens haben nach Angaben von Oxfam von Juni weiterhin keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Hilfswerk Save the Children warnte Anfang Juli vor anhaltendem Hunger und Unterernährung vor allem bei Kindern.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen