Am Begräbnis des emeritierten Propstes werden u.a. Erzbischof Grünwidl und die Bischöfe Krautwaschl und Schwarz teilnehmen - Erzbischof Lackner würdigt Verstorbenen
Graz/Salzburg, 10.07.2026 (KAP) Seit Freitag ist der frühere Propst von Stift Vorau, Rupert Kroisleitner, in der Lorettokapelle der Stiftskirche Vorau aufgebahrt. Die Bevölkerung kann bis Montag vom 54. Propst des Chorherrenstifts Abschied nehmen. Die Totenwache ist am Sonntag um 18.30 in der Stiftskirche angesetzt. Der Begräbnisgottesdienst findet am Montag um 14 Uhr in der Stiftskirche Vorau statt. Anschließend wird der Verstorbene am Hofanger des Stiftes verabschiedet. Die Beisetzung in der Prälatengruft der Johanneskirche findet zu einem späteren Zeitpunkt im Kreis der Mitbrüder und engen Verwandten statt, wie das Stift mitteilte. Kroisleitner war von 1970 bis 2000 Propst des Stiftes Vorau. Er ist am 3. Juli verstorben.
Das Begräbnis wird der Vorauer Propst Bernhard Mayrhofer leiten. Ihr Kommen zugesagt haben u.a. der steirische Bischof Wilhelm Krautwaschl, der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl und der St. Pöltner Bischof Alois Schwarz. Der Salzburger Erzbischof und Vorsitzende der Bischofskonferenz, Franz Lackner, hat unterdessen in einem Kondolenzschreiben an die Vorauer Chorherren den Verstorbenen gewürdigt. Er habe den Rupert Kroisleitner als Ordensmann sehr geschätzt, so Lackner. Sein Zeugnis als Priester und Oberer habe seine Umsicht und stetige Hilfsbereitschaft widergespiegelt, schreibt Lackner, der von 2002 bis 2013 Weihbischof in der Diözese Graz-Seckau war.
54. Propst von Stift Vorau
Rupert Kroisleitner wurde 1939 im steirischen Wenigzell geboren und studierte nach der Matura Theologie in Innsbruck und Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien. Zudem trat er in das Augustiner-Chorherrenstift Vorau ein. Am 3. Juli 1966 wurde er zum Priester geweiht, bereits vier Jahre später, am 16. Juli 1970, wurde er zum 54. Propst des Stiftes Vorau gewählt. Dieses Amt übte er bis 2000 aus.
Unter Propst Ruperts Leitung wurde das gesamte Stift renoviert, ein neues Verwaltungsgebäude erbaut, ein Bildungshaus eingerichtet sowie die wirtschaftlichen Ressourcen in der Land- und Forstwirtschaft neu geordnet. Nachdem er 2002 zum Stiftsdechanten ernannt worden war, war er Mitglied im Konsistorium der Diözese Graz-Seckau, Vorsitzender der steirischen Ordenskonferenz und im Vorstand der Österreichischen Superiorenkonferenz.
Kroisleitner war Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Zudem trug er den päpstlichen Ehrentitel Prälat.