Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Zeitung: DNA-Test schließt Vaterschaft von Kardinal Hengsbach aus

14.07.2026 13:23
Deutschland/Religion/Christentum/Familie/Prozess/Kirche/Familie/Prozesse
Ein heute 62-Jähriger Mann hatte aufgrund verschiedener biografischer Hinweise vermutet, der frühere Bischof von Essen, gegen den auch Missbrauchsvorwürfe vorliegen, könnte sein Vater sein
Essen, 14.07.2026 (KAP/KNA) Nun herrscht Klarheit: Ein 62-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen ist nicht der Sohn des verstorbenen Essener Kardinals Franz Hengsbach (1919-1991). Rechtsmediziner schließen eine Vaterschaft nach einem DNA-Test aus, wie die "Neue Ruhr Zeitung" am Dienstag berichtete. Für die Analyse hatten zwei Neffen von Hengsbach eine Speichelprobe abgegeben.

Die Zeitung zitierte aus dem Abstammungsgutachten des Instituts für Rechtsmedizin an der Uniklinik Münster. Demnach stimmten bei den Neffen alle 23 untersuchten DNA-Merkmale überein, bei dem vermeintlichen Sohn jedoch wichen sie ab. Somit sei auch die Vaterschaft auszuschließen.

Gegen Hengsbach, der von 1958 bis zu seinem Tod 1991 Bischof von Essen war, liegen Missbrauchsvorwürfe vor. Eine historisch-sozialwissenschaftliche Studie bewertet die Schilderungen von vier Betroffenen als plausibel. Demnach soll der Kardinal gegen mindestens drei jugendliche Mädchen und einen Jungen sexuelle Gewalt verübt haben. Die Mutter des heute 62-jährigen vermeintlichen Sohnes zählt nicht zu den Betroffenen in der Studie.

Der Mann hatte aufgrund verschiedener biografischer Hinweise vermutet, Hengsbach könnte sein Vater sein. Ende 2024 bat er die Diözese Essen um Unterstützung. Eine Anfrage der Diözese nach einer möglichen Exhumierung der sterblichen Überreste des Kardinals lehnte die Stadt Essen jedoch ab. Ein DNA-Abgleich lasse sich auch anders bewerkstelligen. Auch müsse sich zunächst ein Familiengericht mit dem Fall befassen, hieß es damals.

Die zwei Neffen Hengsbachs bestanden laut Medienberichten ebenfalls darauf, die Abstammungsfrage über ein offizielles Verfahren beim Familiengericht zu klären. Das Verfahren endete laut der "Neuen Ruhr Zeitung" mit einem Vergleich - und mit der Beauftragung des DNA-Tests, dessen Ergebnis nun vorliegt. Die Diözese Essen äußerte sich auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorerst nicht dazu.
zurück
Meldungen
Bericht erhärtet Missbrauchsvorwürfe gegen Kardinal Hengsbach
25.06.2026 13:15
Mindestens drei Vorwürfe gegen 1991 verstorbenen deutschen Kardinal laut Forschern "gut belegt und plausibel"
Missbrauchsstudie untersucht ganzes Leben von Kardinal Hengsbach
21.10.2024 15:38
Forscher beginnen Aufarbeitungsstudie mit neuem Ansatz - Deutsche Diözesen machten vor einem Jahr Vorwürfe gegen 1991 verstorbenen und bis heute vor allem als Anwalt der Arbeiter und Bergleute im Ruhrgebiet populären früheren Bischof von Essen bekannt

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen