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Friedenspilgerweg "Peacewalk 2026" führt quer durch Österreich

14.07.2026 12:46
Österreich/Gesellschaft, Bevölkerung/Diplomatie/Friedensbewegung
Internationale Initiative macht zwischen Juni und August Station in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Wien - Friedensdialoge, Gedenkarbeit und Begegnungen entlang der Route, die von Spanien nach Jerusalem führt
Wien, 14.07.2026 (KAP) Ein internationaler Friedenspilgerweg von Spanien nach Jerusalem macht in diesem Sommer auch in Österreich Station. Der sogenannte "Peacewalk 2026" führt bis 13. August quer durch das Land und verbindet Wandern, Friedensarbeit und gesellschaftlichen Dialog. Die österreichische Etappe umfasst rund 850 Kilometer von Vorarlberg bis zur ungarischen Grenze und ist Teil einer insgesamt 8.500 Kilometer langen Route ("Jerusalemweg") von Finisterre im Nordwesten Spaniens bis zum Ziel Jerusalem, das im Mai 2027 erreicht werden soll.

Der "Peacewalk 2026" erreicht am 20. Juli Oberösterreich, zuvor gibt es laut Veranstaltern einen öffentlichen Empfang im deutschen Passau, wo die deutschen Jerusalemwege zusammenkommen und Bayern über die Donau mit Oberösterreich, Linz und der Gründungsregion des Jerusalemwegs verbinden. Die Route führt die Teilnehmenden - "als sichtbares Zeichen für Frieden, Verständigung und gelebte europäische Verbundenheit" - dann weiter auf dem Jerusalemweg über die Grenze nach Freinberg sowie weiter über Linz und Arbing (Bezirk Perg), so die Initiatoren.

Nach Angaben der Organisatoren haben sich bereits mehr als 1.000 Menschen aus 19 Ländern für einzelne oder mehrere Abschnitte angemeldet. Der Peacewalk sei ein Zeichen internationaler Solidarität und eine Einladung, Frieden nicht nur politisch zu fordern, sondern im persönlichen Miteinander einzuüben, hieß es.

Koordiniert wird die Österreich-Etappe vom Wiener Verein Civil Action Network (CAN), der sich für die Stärkung der Zivilgesellschaft einsetzt. Nach dem Grenzübertritt von der Schweiz nach Vorarlberg bei Meiningen am 25. Juni führte der Friedenspilgerweg nach Innsbruck (4. bis 6. Juli). Weitere Stationen sind Salzburg (14. bis 16. Juli), Linz sowie die KZ-Gedenkstätte Mauthausen (24. bis 27. Juli) und Wien (6. bis 9. August). Neben den täglichen Wanderungen umfasst das Programm Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Begegnungsveranstaltungen. Besonderes Augenmerk legen die Organisatoren auf Friedensdialoge an den ehemaligen Konzentrationslager-Gedenkstätten Mauthausen und Melk.

Zentrale Figuren der Initiative sind der Israeli Maoz Inon und der Palästinenser Aziz Abu Sarah. Beide verloren nahe Angehörige im Nahostkonflikt und engagieren sich heute gemeinsam für Versöhnung und gewaltfreie Konfliktlösung. Der Peacewalk sammelt zudem Spenden für Friedensinitiativen wie Women Wage Peace, Combatants for Peace und Parents Circle. Initiiert wurde das Projekt vom niederländischen Theologen Rikko Voorberg; zu den Unterstützern zählen unter anderem die südafrikanische Friedensaktivistin Mpho Tutu und der frühere UNO-Diplomat Jan Pronk.
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