"VOLONTARIAT bewegt" entsendet 2026 insgesamt 24 Freiwillige in Sozial- und Bildungsprojekte weltweit
Wien, 14.07.2026 (KAP) Sozialministerin Korinna Schumann hat das Engagement junger Menschen gewürdigt, die im Rahmen des Programms "VOLONTARIAT bewegt" zu Freiwilligeneinsätzen ins Ausland aufbrechen. Bei einer Sendungsfeier im Sozialministerium verabschiedete sie am Montag sieben angehende Freiwillige, die sich in den kommenden Monaten in Bildungs- und Sozialprojekten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa engagieren werden. Träger der Initiative sind die Salesianer Don Boscos und die Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt. "VOLONTARIAT bewegt" entsendet 2026 insgesamt 24 Freiwillige. Unterstützt werden die jungen Freiwilligen dabei vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
"Wer sich für einen Freiwilligendienst im Ausland entscheidet, übernimmt Verantwortung - für andere Menschen, für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für ein solidarisches Miteinander über Grenzen hinweg", erklärte Schumann. Internationale Freiwilligeneinsätze und Zivildienste im Ausland seien Ausdruck von Verantwortung, Solidarität und gesellschaftlichem Engagement, betonte Linda Proidl, Geschäftsführerin von VOLONTARIAT bewegt. Die Unterstützung und Anerkennung durch die Politik sei ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die Freiwilligen.
Auslandseinsätze förderten Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Resilienz, Krisenmanagement, interkulturelle Zusammenarbeit und globale Handlungsfähigkeit - "Fähigkeiten, die in einer zunehmend vernetzten und von Künstlicher Intelligenz geprägten Welt immer wichtiger werden", hieß es seitens der Organisatoren. Zugleich seien sie eine wichtige Grundlage für demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Debatte um Reform des Zivildiensts
Die dabei erworbenen Erfahrungen kämen nicht nur den Projektpartnern im Ausland zugute, sondern wirkten auch in die österreichische Gesellschaft zurück. Damit auch zukünftige Generationen von dieser Erfahrung profitieren könnten, brauche es weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen und die Anerkennung internationaler Freiwilligendienste als Zivilersatzdienst, sprach sich die Initiative für den Erhalt internationaler Freiwilligendienste als anerkannte Form des Zivilersatzdienstes aus.
Hintergrund sind die von Familien- und Integrationsministerin Claudia Bauer angestoßenen Überlegungen zu einer Reform des Zivildienstsystems. Bauer hatte angekündigt, die Anrechenbarkeit von Auslandsfreiwilligendiensten als Zivildienstersatz zu überprüfen beziehungsweise einzuschränken. Begründet wird dies mit dem erwarteten steigenden Bedarf an Zivildienstleistenden und dem Ziel, den Zivildienst künftig stärker auf "systemrelevante Bereiche im Inland" auszurichten. Der Gedenkdienst soll nach den bisherigen Aussagen der Ministerin von den geplanten Änderungen ausgenommen bleiben.
Die nächsten Informations- und Auswahltage für eine Ausreise im Sommer 2027 finden am 5. September in Wien und am 28. November in Salzburg statt. (Infos: www.volontariat.at.)