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Angelika Ritter-Grepl
Kirche
Bild Copyright: © Paul Wuthe/Kathpress

Frauenbewegung: Gesundheit braucht gerechte Strukturen und Anerkennung

16.07.2026 16:40
Österreich/Geschlecht/Kirche/Religion/Medizin & Gesundheit/Gesellschaft, Bevölkerung
kfbö-Sommerstudientagung beleuchtet bis Samstag in Linz "Gesundheit & Spiritualität" - kfbö-Vorsitzende Ritter-Grepl: "Eine Gesellschaft, die gesund sein will, muss nicht nur in Medizin investieren, sondern auch in Bildung, Solidarität, Gleichwürdigkeit, Frieden und Spiritualität"
Linz, 16.07.2026 (KAP) Gesundheit ist nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) eng mit sozialen Beziehungen und gesellschaftlicher Gerechtigkeit verbunden: Diese Forderung stand zum Auftakt der Sommerstudientagung (SOST) der kfbö am Mittwoch in Linz im Fokus. Mehr als 70 Frauen aus Österreich und Südtirol beraten dort bis Samstag (18. Juni) zum Jahresthema "Gesundheit & Spiritualität"; angeboten werden Vorträge sowie Workshops zu theologischen, medizinischen und gesellschaftlichen Aspekten von Gesundheit. Gesundheit sei weit mehr als eine medizinische Frage, betonte dazu auch kfbö-Vorsitzende Angelika Ritter-Grepl in ihrer Eröffnungsrede: "Gesundheit gedeiht nicht allein durch individuelle Lebensführung. Sie braucht gerechte Strukturen, Teilhabe und Anerkennung."

Ausgrenzung, Diskriminierung und Machtmissbrauch verletzten Menschen körperlich, psychisch und spirituell, betonte Ritter-Grepl. Gerechtigkeit sei daher nicht nur eine soziale Forderung, sondern eine Voraussetzung für ganzheitliche Gesundheitsförderung: "Eine Gesellschaft, die gesund sein will, muss nicht nur in Medizin investieren, sondern auch in Bildung, Solidarität, Gleichwürdigkeit, Frieden und Spiritualität. Die Katholische Frauenbewegung ist Anwältin für diese Forderungen, und versteht sie gleichzeitig als Auftrag." Und weiter: "Wenn wir Hoffnung schenken, Würde achten, Teilhabe ermöglichen und aus dem Evangelium leben, tragen wir zur Heilung unserer Welt bei."

Ein ganzheitlicher Gesundheitsbegriff schließe aber auch Spiritualität mit ein, so die kfbö-Vorsitzende und verwies sowohl auf Grundprinzipien der katholischen Soziallehre - Menschenwürde, Solidarität, Subsidiarität und Gemeinwohl - als auch aktuelle Resilienzforschung und Spiritual care. Diese würden zeigen, "dass Hoffnung, Spiritualität, tragfähige Beziehungen, eingebettet in gerechte Strukturen", die Gesundheit fördern können.

Beim Eröffnungsabend überbrachte zudem die oberösterreichische Landtagsabgeordnete Astrid Zehetmair in Vertretung von Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander die Grüße des Landes Oberösterreich. Für die Diözese Linz sprach Martin Schachinger.

Die Tagung umfasst zudem Hauptvorträge zu Selbstfürsorge und Selbstliebe, gehalten von der Theologin und Resilienztrainerin Angelika Gassner. Ergänzt wird das Programm durch acht Workshops mit Expertinnen aus Theologie, Medizin und Praxis. (Link: www.kfb.at)
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