Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Aktion Leben: Leihmutterschaft verletzt Rechte von Frauen und Kindern

17.07.2026 14:27
Deutschland/Österreich/Ethik/Medizin/Gesellschaft/Leihmutterschaft
CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender Spahn wegen Inanspruchnahme einer Leihmutter in den USA weiter in der Kritik
Wien/Bonn, 17.07.2026 (KAP) Kritisch über die Familiengründung des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn per Leihmutterschaft hat sich Martina Kronthaler, Generalsekretärin von Aktion Leben Österreich, geäußert. "So viele Kinder bräuchten dringend liebevolle Eltern. Was wäre es für ein Zeichen gewesen, hätten Unions-Chef Jens Spahn und sein Partner ein bereits geborenes Kind in Not angenommen", sagte sie am Freitag auf Anfrage der Zeitung "Die Furche" (online). "Wenn finanziell privilegierte Menschen ein Kind von einer Leihmutter austragen lassen, so verstellt dies bei aller Freude über das Baby doch, was Leihmutterschaft grundsätzlich bedeutet: Verletzung der Rechte von Frauen und Kindern", so Kronthaler. Außerdem seien die meisten Fälle von Leihmutterschaft mit Gewalt, Ausbeutung und Druck verbunden.

Spahn und sein Ehemann Daniel Funke hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass sie beide Eltern geworden seien. Der Sohn kam demnach in den USA zur Welt und wurde von einer Leihmutter geboren. Die Nachricht löste in Deutschland eine neue Debatte über Leihmutterschaft aus. Politisch kommt hinzu, dass Spahn sich in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaft ausgesprochen hatte, auch die CDU lehnt diese in Deutschland verbotene Praxis ab.

Ethiker: Leihmutterschaft wird zunehmend kritisch gesehen

Gegen eine Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland sprach sich am Freitag unter anderem der deutsche Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl aus. "Ich wüsste nicht, warum die Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland schwerwiegende Menschenrechtsverstöße billiger und damit für noch mehr Menschen erschwinglicher machen sollte", sagte Lob-Hüdepohl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) auf Anfrage.

Lob-Hüdepohl betonte weiter, das Thema Leihmutterschaft werde weltweit zunehmend kritisch gesehen. Die entsprechende UN-Sonderberichterstatterin habe sich im vergangenen Jahr für ein klares Verbot ausgesprochen. Der Ethiker verwies darauf, dass sich in weit über 40 Ländern einige hundert Nichtregierungsorganisationen dieser Forderung angeschlossen. Diese Organisationen stünden in der Regel den Frauen sehr nahe.

Er teile die Einschätzung des UN-Berichts, dass Leihmutterschaft Kinder und Frauen zur Ware reduziere, sagte Lob-Hüdepohl zur KNA. Sie nutze soziale Ungleichheiten und beute finanziell benachteiligte Frauen aus.
zurück
Meldungen
Medizinethiker: Leihmutterschaft birgt Gefahr der Ausbeutung
16.07.2026 14:33
Debatte in Deutschland, nachdem CDU-Fraktionschef Spahn und sein Ehemann ein Kind per Leihmutterschaft bekommen haben

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen