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Sambias Bischöfe rufen vor Wahlen zu Gewaltverzicht auf

18.07.2026 15:39
Sambia/Kirche/Politik/Wahl/Demokratie
Pastoraler Appell vor Präsidentschafts- und Parlamentswahl am 13. August - Bischöfe warnen vor Hass und Einschüchterung
Lusaka, 18.07.2026 (KAP) Rund vier Wochen vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Sambia haben die katholischen Bischöfe des Landes zu einem friedlichen, respektvollen und gewaltfreien Wahlkampf aufgerufen. In einer Pastoralen Erklärung erinnern sie an Sambias Geschichte als "Friedensnation" und warnen, politische Gewalt gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie das Vertrauen in die Demokratie, wie das Portal Vatikan News (Samstag) berichtet. Weiters betonen sie, dass "Frieden ist nicht einfach die Abwesenheit von Konflikten [sei], sondern die Frucht von Gerechtigkeit, gegenseitigem Respekt und Solidarität unter den Bürgern".

Sambia wählt am 13. August einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. Nach Angaben der Wahlkommission wurden zwölf Präsidentschaftskandidaten zugelassen, darunter Amtsinhaber Hakainde Hichilema. Seit der Unabhängigkeit 1964 gilt das südafrikanische Binnenland als vergleichsweise stabil und blieb im Gegensatz zu mehreren Nachbarstaaten von einem Bürgerkrieg verschont. Neben Landwirtschaft ist der Bergbau ein tragender Sektor der sambischen Wirtschaft. Im "Copperbelt", der sich über Zentralsambia und den Südosten der Demokratischen Republik Kongo erstreckt, werden Kupfer, Cobalt und weitere Metalle gewonnen. Zuletzt wurden neue Vorkommen des begehrten Lithiums und sogar von Uran entdeckt. Die Erträge aus der bedeutenden Bergbauregion kommen allerdings kaum den sambischen Bürgern zugute.

Präsident Hichilema begrüßte den Appell der Bischöfe. Über seinen Sprecher erklärte er, die Regierung teile die Ablehnung politischer Gewalt und setze sich für freie, faire und friedliche Wahlen ein.

Aufruf zu gewaltfreiem Verhalten

Kein politisches Ziel und kein Wahlsieg könne Einschüchterung, Aggression oder Blutvergießen rechtfertigen, betonen die Bischöfe in ihrem Appell. Politische Gewalt dürfe unter keinen Umständen toleriert werden. Zugleich rufen sie alle Parteien dazu auf, ihre Anhänger unmissverständlich zu einem gewaltfreien Verhalten anzuhalten.

Der Appell richtet sich nicht nur an Politiker und ihre Unterstützer, sondern auch an Personen, die Gewalt fördern oder in sozialen Medien Hass und Desinformation verbreiten. Wer Gewalt finanziere, entschuldige oder durch aufhetzende Inhalte anstachele, trage ebenfalls Verantwortung, heißt es in der Erklärung.

Die Erklärung, welche von den im aktiven Dienst stehenden Bischöfen Sambias unterzeichnet wurde, richtet zudem einen Appell an die Jugend Sambias. Diese solle nicht Werkzeug der Gewalt werden, heißt es darin.
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