Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Michael Landau
Kirche
Bild Copyright: © Erzdiözese Wien/ Schönlaub Stephan, Stephan Schönlaub

Landau: "Lassen wir uns unsere Empathiefähigkeit nicht nehmen"

19.07.2026 11:27
Österreich/Kirche/Religion/Politik/Soziales/Sozialpolitik
Caritas-Europa-Präsident in Predigt im Stephansdom: Europa nicht schlechtreden - "Insel der Seligen" kehrt nicht zurück
Wien, 19.07.2026 (KAP) Caritas-Europa-Präsident Michael Landau hat vor einer Politik der Abschottung gewarnt und für einen "zuversichtlichen Realismus" im Umgang mit den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen geworben. Wer glaube, "es wird alles wie früher, wenn man nur diese oder jene Maßnahme setzt, Grenzen dicht macht oder was auch immer", sage entweder "bewusst die Unwahrheit oder gefährlichen Unfug", so Landau am Sonntag in seiner Predigt im Wiener Stephansdom.

"Lassen wir uns unsere Empathiefähigkeit nicht nehmen", so Landau, der mit Blick auf den politischen Diskurs für mehr Respekt warb. "Wir werden uns von dieser Welt nicht abkoppeln können. Die 'Insel der Seligen' kehrt nicht zurück; auch wenn manche scherzen, dass bei uns in Österreich alles 10 Jahre später geschieht." Weder das ständige Schlechtreden noch Abschottungsphantasien führten weiter. Notwendig sei vielmehr ein respektvoller Umgang miteinander, auch gegenüber Menschen, die politische Verantwortung tragen.

"Reden wir uns die Dinge nicht klein"

Österreich und Europa seien trotz aller Probleme lebenswerte Orte. "Reden wir uns die Dinge nicht klein, auf die wir hier bei uns und in Europa zurecht stolz sind, und lassen wir sie uns auch nicht schlechtreden", so der früherer langjähriger Caritas-Österreich-Chef und derzeit Präsident von Caritas Europa. Er verwies etwa auf funktionierende Gesundheits- und Sozialsysteme sowie auf Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig werde sich Europa von globalen Entwicklungen nicht abkoppeln können: "Und ganz nüchtern ergänzt: Wir werden auch etliches nicht beeinflussen können, und nehmen müssen, wie es kommt. Wir können uns darüber beschweren und jammern, was auf der Welt passiert, in den USA oder beim Ölpreis; aber nützen wird das Jammern nur wenig bis nichts." Gerade "auf rauer See" sei man gemeinsam mit Partnern besser unterwegs als allein.

Päpste hätten die Politik "als hohen Dienst der Nächstenliebe" betrachtet, erinnerte Landau. "Aber das gelingt nicht ohne Respekt vor den auf Zeit übertragenen Ämtern und vor der Würde der jeweils anderen Menschen, auch derer, denen diese Ämter anvertraut worden sind - und zwar auch dort, wo man die inhaltlichen Ansichten überhaupt nicht teilt." Es sei auch nötig, denen zu entgegen, "die auf permanente Verächtlichmachung und Herabwürdigung setzen. Die lieber zerstören als aufbauen. Das ist oft Arroganz und jedenfalls das Gegenteil einer Zivilisation der Gerechtigkeit und Liebe".

Zivilisation der Liebe

Landau griff zudem Gedanken aus der jüngsten Enzyklika Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV. auf. Diese warne davor, angesichts großer Probleme in Resignation zu verfallen. Niemand sei ohne Verantwortung; jeder verfüge über einen eigenen Handlungsspielraum. Ziel müsse eine "Zivilisation der Liebe" sein, "wo wir Worte und Sprache entwaffnen, wo wir Frieden in Gerechtigkeit aufbauen und die Perspektive der Opfer, der an den Rand Gedrängten einnehmen, wo wir einen gesunden Realismus pflegen und uns um den ehrlichen, ausdauernden und respektvollen Dialog mühen, ohne den nichts geht - weder in Staat und Gesellschaft noch im eigenen Haus".
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen