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Papst bei Dankkonzert: Schönheit der Musik gegen Hass und Gewalt

19.07.2026 12:03
Vatikan/Italien/Religion/Papst/Musik/Kultur/Kirche
Zum zweiten Mal seit Wahl im Mai 2025 verbringt Leo XIV. eine rund dreiwöchige Auszeit am Albaner See südöstlich von Rom
Castel Gandolfo, 19.07.2026 (KAP) Papst Leo XIV. setzt auf die verbindende Kraft der Kunst. "Wir leben in einer Welt, in der es an Schönheit mangelt", sagte er am Samstagabend bei einem Klassikkonzert in Castel Gandolfo. "Es gibt so viele Probleme: Kriege, Konflikte, Hass, Gewalt, Arbeitslosigkeit und vieles mehr." Doch Musik und Kunst seien Werkzeuge, die die Menschheit über die Schwierigkeiten der Gegenwart erheben könnten, ihnen Hoffnung schenken und sie zu Gott führen, so der Papst.

Er äußerte sich bei einem Dankkonzert im Innenhof des Apostolischen Palasts in Castel Gandolfo, das die Diözese Albano und das Bergstädtchen zu seinen Ehren veranstaltet hatten. Zum zweiten Mal seit seiner Wahl im Mai 2025 verbringt Leo XIV. eine rund dreiwöchige Auszeit in dem Ort am Albaner See südöstlich von Rom. Während er zuvor in die Villa Barberini am Ortsrand ausgewichen war, wohnt er diesmal im Apostolischen Palast. Diesen hatte sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) zum Museum gemacht.

Weiter bezeichnete Leo ein solches Konzert als "wahres Geschenk". Als Solisten traten der Geiger Marco Rogliano und die Pianistin Rossana Tomassi Golkar auf. Pier Carlo Orizio leitete das Orchester "I Musici di Parma". Gespielt wurden Stücke der italienischen Komponisten Niccolò Paganini (1782-1840) und Vincenzo Bellini (1801-1835) sowie des argentinischen Filmkomponisten Luis Bacalov (1933-2017).

Leo XIV. (70), erster US-Amerikaner im Papstamt, verbringt seit seiner Wahl am 8. Mai 2025 die meisten seiner freien Diensttage in Castel Gandolfo. Ebenso war der sportbegeisterte Papst im Juli und August 2025 zu sommerlichen Auszeiten in dem etwas kühleren Bergort, wo ihm ein Schwimmbad, ein Tennisplatz und weitläufige Parkanlagen für Spaziergänge und Ausritte zur Verfügung stehen. Dagegen hatte Papst Franziskus den Ort am Albaner See gemieden.

Bischof Vincenzo Viva von Albano verwies in seiner Dankesrede auf Bellinis Oper "Norma". Das Schicksal der Hauptfigur erinnere an die vielen Frauen und Mütter, die in Kriegsgebieten weltweit mit ihren Kindern und Familien den höchsten Preis der Konflikte zahlten. Sie verkörperten die Hoffnung auf "eine versöhnte Zukunft", ganz im Sinne des Friedensaufrufs, den Papst Leo seit Beginn seines Pontifikats immer wieder bekräftigt habe.
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