Kirche: Social-Media-Kampagne gegen Religionslehrer-Mangel
19.07.202614:02
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Vier Diözesen und drei Hochschulen werben gemeinsam für den Religionslehrerberuf - In den kommenden fünf Jahren gehen rund 180 Lehrkräfte in Pension
Feldkirch, 19.07.2026 (KAP) Angesichts von Pensionierungswellen und einem zunehmenden Mangel an Religionslehrkräften haben vier Diözesen und drei theologische Hochschulen eine gemeinsame Social-Media-Kampagne gestartet. Unter dem Motto "rethink religion" werben die Diözesen Innsbruck, Feldkirch, Salzburg und Bozen-Brixen gemeinsam mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen, den Katholisch-Theologischen Fakultäten Innsbruck und Salzburg sowie der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein für den Beruf der Religionslehrerin bzw. des Religionslehrers.
Hintergrund der Initiative ist laut vorarlberg.orf.at (Sonntag) eine bevorstehende Pensionierungswelle. In Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Südtirol unterrichten derzeit rund 2.400 Religionslehrerinnen und Religionslehrer. In den kommenden fünf Jahren werden nach Angaben der Diözesen rund 180 von ihnen in den Ruhestand gehen. Vonseiten der Bildungsdirektion Vorarlberg heißt es dazu, dass Lehrerinnen und Lehrer, die das Pensionsantrittsalter erreicht haben, "nicht zwingend zu diesem Zeitpunkt den Ruhestand antreten" müssen. Es gebe unterschiedliche Pensionsregelungen.
Besonders angespannt ist die Situation aktuell in Vorarlberg, wo laut Bildungsdirektion für das kommende Schuljahr noch rund 70 Lehrerstellen unbesetzt sind. Davon entfallen vier Voll- oder Teilzeitstellen mit insgesamt 44 Wochenstunden auf das Unterrichtsfach Katholische Religion, berichtete ORF Vorarlberg am Sonntag.
Vielfältiger Beruf
Die Kampagne "rethink religion" will die Vielfalt des Berufs sichtbar machen und über unterschiedliche Ausbildungswege - von der Primarstufe bis zu höheren Schulen - informieren. Zentrale Plattform der Kampagne ist der Instagram-Kanal "instagram.com/rethink_religion". Informationen zu Ausbildungswegen und Hintergründen bietet die Website www.rethink-religion.org.
Religionsunterricht verstehe sich heute als "offener Lernraum für Austausch, Orientierung und kritische Auseinandersetzung", hieß es in der begleitenden Aussendung zum Kampagnenstart. Religionsunterricht sei lebensnah und respektvoll gegenüber unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Zugängen. Im Mittelpunkt stünden zentrale Fragen nach Identität, Sinn und Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft.