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Peru: Kirche startet Erdbebenhilfe für Andenregion

20.07.2026 16:29
Peru/Erdbeben/Wiederaufbau/Kirche
Tiefe Trauer und Solidaritätsaufrufe der Bischofskonferenz - Schäden vor allem in Dörfern
Lima, 20.07.2026 (KAP) Nach dem Erdbeben in der zentralperuanischen Andenregion Junín mit mehreren Todesopfern und zahlreichen Verletzten hat die katholische Kirche des Landes zu Solidarität mit den Betroffenen aufgerufen und Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Die Peruanische Bischofskonferenz bekundete ihre "tiefe Trauer" über die Opfer der Naturkatastrophe und versicherte den Hinterbliebenen sowie den obdachlos gewordenen Familien ihre geistliche Nähe.

Das Beben der Stärke 5,1 ereignete sich laut dem Geophysikalischen Institut Perus am Samstagabend (Ortszeit) im Bezirk Chongos Bajo in der Provinz Chupaca, rund 300 Kilometer östlich der Hauptstadt Lima. Nach vorläufigen Angaben kamen mindestens sechs Menschen ums Leben, mehr als 30 wurden verletzt. Mehrere hundert Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Das Erdbeben richtete vor allem in ländlichen Gebieten erhebliche Schäden an. Zahlreiche aus traditionellen Lehmziegeln errichtete Wohnhäuser stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Zudem meldeten die Behörden Schäden an Gesundheitseinrichtungen, öffentlichen Gebäuden sowie an kirchlichen Einrichtungen. Da zahlreiche abgelegene Bergdörfer noch nicht vollständig erreicht wurden, befürchten die Behörden einen weiteren Anstieg der Opferzahlen.

Hoffnung, Trost und konkrete Hilfe

In ihrer Erklärung betonen die Bischöfe ihre Verbundenheit mit allen, die Angehörige oder ihr Zuhause verloren haben, ebenso wie mit den Einsatzkräften. In dieser Zeit der Prüfung möge Gott "Kraft, Trost und Hoffnung" schenken. Zugleich erinnerten sie daran, dass Christus "an der Seite der Leidenden" gehe und riefen die Gläubigen auf, die Hoffnung nicht zu verlieren.

Bereits unmittelbar nach der Katastrophe starteten die Erzdiözese Huancayo und Caritas Huancayo eine Hilfsaktion für die besonders betroffenen Familien in Pumpunya und Chupaca. Gesammelt werden haltbare Lebensmittel, Trinkwasser, Decken, gut erhaltene Kleidung, Hygieneartikel und weitere Güter des täglichen Bedarfs. Ziel sei es, den Menschen "Hoffnung, Trost und konkrete Hilfe" zu bringen.
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