Neue Plakatserie im öffentlichen Raum macht auf 720 Millionen hungernde Menschen weltweit aufmerksam - Hilfsorganisation bittet um Spenden für Projekte zur Ernährungssicherung
Wien, 21.07.2026 (KAP) Mit einer neuen Plakatkampagne im öffentlichen Raum ruft die evangelische Hilfsaktion "Brot für die Welt" zu verstärktem Engagement gegen den weltweiten Hunger auf. Unter dem Motto "Jemand sollte was gegen Hunger tun. Moment mal, du bist ja jemand" will die Kampagne dazu ermutigen, durch Spenden und zivilgesellschaftliches Engagement einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers zu leisten. Mehr denn je seien Mut und beherztes Einmischen gefragt, um sich gegen Hunger und für die Zukunft stark zu machen, sagte Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. Sie verwies auf 720 Millionen Menschen weltweit, die täglich Hunger leiden. "In einer Zeit, in der mit Hoffnungslosigkeit Politik gemacht wird, möchten wir den Menschen außerdem Mut machen und sie motivieren, sich füreinander einzusetzen."
Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit bekämpften Hunger und retteten Leben, umriss die Direktorin von "Brot für die Welt" die Botschaft der neuen Plakatserie. "Welthunger ist kein unabwendbares Schicksal. Engagement und Spenden können konkrete Veränderungen bewirken." Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen betreibt "Brot für die Welt" langfristige Projekte zur Ernährungssicherung. Dazu gehören nachhaltige Landwirtschaft, angepasstes Saatgut, eine bessere Wasserversorgung und Bildungsangebote. "Die lokalen Partner in den Ländern, in denen Brot für die Welt tätig ist, helfen Familien dabei, sich dauerhaft selbst zu versorgen und widerstandsfähiger gegenüber Klimakrisen und Ernteausfällen zu werden", erklärte Moser.
Weltweite Hungerkrise
Besonders drastisch sei die Lage aktuell im Iran: Im Schatten des Kriegs drohe sich die weltweite Hungerkrise weiter zu verschärfen, warnte die Diakonie. Mit Sorge blickt sie auf die Auswirkungen der Blockade der Straße von Hormus, die nicht nur Öl- und Gasexporte, sondern auch die industrielle Landwirtschaft treffe. Steigende Energiepreise verteuerten Kunstdünger und könnten insbesondere im Globalen Süden zu geringeren Ernten und weiter steigenden Lebensmittelpreisen führen.
Moser sprach von einem "Déjà-vu von 2022, als mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Energiepreise und in der Folge die Nahrungsmittelpreise gestiegen sind". "Tragischerweise" habe man daraus keine Lehren gezogen. Die Landwirtschaft im Globalen Süden sei nach wie vor von fossiler Energie und Düngemittelimporten abhängig - und die Menschen von Nahrungsmittelimporten.
(Spendenkonto Diakonie: IBAN: AT67 2011 1287 1196 6366; Spendenzweck: Brot für die Welt)