Mehr als eine Million Nächtigungen und hohe Vermittlungserfolge bei Arbeitsintegration
St. Pölten, 22.07.2026 (KAP) Die Emmausgemeinschaft St. Pölten hat eine Bilanz ihrer mehr als 40-jährigen sozialen Arbeit vorgelegt. Seit der Gründung im Jahr 1982 wurden laut der Organisation 13.722 Menschen begleitet und 23.553 Aufnahmen verzeichnet. Ein besonderer Meilenstein wurde bei den Wohnangeboten erreicht, teilte der Verein zur Integration sozial benachteiligter Menschen am Mittwoch mit. Seit 1995 wurden in den Wohnhäusern der Emmausgemeinschaft 1.017.889 Nächtigungen registriert. Die Emmausgemeinschaft betreibt an neun Standorten in St. Pölten Einrichtungen für Menschen in Krisensituationen. Dazu zählen Notschlafstellen, Tageszentren, Wohnhäuser, eine Beratungsstelle sowie Arbeits- und Beschäftigungsangebote für Frauen, Männer und Jugendliche.
Im vergangenen Jahr wurden in den Wohnhäusern der Emmausgemeinschaft 223 Personen betreut. Die durchschnittliche Auslastung lag bei knapp 82 belegten Wohnplätzen pro Tag, insgesamt wurden 30.517 Nächtigungen verzeichnet. In den Notschlafstellen fanden 263 Menschen kurzfristig Schutz und Unterkunft. Dort wurden insgesamt 8.351 Nächtigungen ermöglicht. Die Tageszentren am Kalvarienberg und im Wohnhaus Frauen wurden von 598 Personen genutzt und verzeichneten 16.240 Besuche.
Ergänzend zu den stationären Angeboten begleitete die mobile Wohnassistenz im vergangenen Jahr 77 Menschen beim selbstständigen Wohnen. Acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in diesem Bereich tätig. In den Tagesstätten und Angeboten der Tagesbetreuung an den Standorten CityFarm, Wohnhaus Viehofen und Wohnhaus Frauen wurden insgesamt 193 Personen betreut.
Mehr als jeder Zweite schafft Sprung in den Arbeitsmarkt
Die Beratungsstelle für Arbeitsuchende in Stadt und Bezirk St. Pölten begleitete im vergangenen Jahr 358 Personen im Rahmen weiterführender Beratungen. Weitere 23 Personen nahmen eine Erstberatung in Anspruch.
Ein Schwerpunkt der Emmausgemeinschaft liegt auf der Arbeitsintegration. Im sozialökonomischen Betrieb mit den Bereichen Sanierung, Transporte und Kunstwerkstatt waren im vergangenen Jahr 93 Transitarbeitskräfte beschäftigt. Von den regulär ausgeschiedenen Transitarbeiterinnen und Transitarbeitern konnten laut Emmaus 52 Prozent - insgesamt 27 Personen - in ein reguläres Dienstverhältnis vermittelt werden.
Zum Stichtag beschäftigte die Emmausgemeinschaft 176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus engagierten sich 29 Zivildiener, drei Teilnehmende am Freiwilligen Sozialen Jahr sowie 86 Ehrenamtliche in den Einrichtungen der Organisation. (Info: www.emmaus.at)