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Russisch-orthodoxer Bischof Aleksij (Zanochkin)
Bild Copyright: © Kathpress/Paul Wuthe

Moskau: Patriarch Kyrill zeichnet Wiener Bischof Aleksij aus

22.07.2026 15:00
Österreich/Russland/Kirche/Orthodoxe/Auszeichnung/Aleksij.Zanochkin/Kyrill
Ehrung mit Orden des Heiligen Seraphim in Anerkennung des "eifrigen erzbischöflichen Wirkens" Zanochkins, der seit 2020 die Russisch-orthodoxe Kirche in Österreich leitet
Moskau/Wien, 22.07.2026 (KAP) In "Anerkennung seines eifrigen erzbischöflichen Wirkens" und anlässlich seines 50. Geburtstags, der allerdings schon ein dreiviertel Jahr zurückliegt, wurde der Wiener russisch-orthodoxe Bischof Aleksij (Zanochkin) dieser Tage vom Moskauer Patriarchen Kyrill mit einem kirchlichen Orden ausgezeichnet. Über die Verleihung in Moskau berichtet die Russische Kirche in Österreich auf ihrer Website. Zanochkin erhielt den Orden des Heiligen Seraphim. Neben dem Wiener Bischof wurden auch zahlreiche weitere Bischöfe, Geistliche und Äbtissinnen für ihre kirchlichen Verdienste geehrt.

Die Zahl der russisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich wird auf bis zu 50.000 geschätzt. Die russisch-orthodoxe Diözese von Wien wurde 1962 gegründet und im Jahr 2013 staatlich anerkannt. Sitz des Bischofs ist die St.-Nikolaus-Kathedrale im dritten Bezirk in Wien. Die Kathedrale ist das spirituelle und administrative Zentrum der Russischen Orthodoxen Kirche in Österreich, die dem Patriarchat von Moskau untersteht. Die Kathedrale und die zentralen Einrichtungen der Diözese befinden sich auf dem Gelände der russischen Botschaft. Die Gemeinde besteht allerdings aus Gläubigen verschiedener Nationalitäten, darunter auch vielen Ukrainern. Neben Wien gibt es russisch-orthodoxe Gemeinden in Graz, Linz, Innsbruck und St. Pölten. Gottesdienste werden auch in Laa/Thaya gefeiert.

Seit 2020 ständig in Wien

Bischof Aleksij wurde am 17. Oktober 1975 in der russischen Stadt Orel geboren. 2000 wurde er zum Priester geweiht, 2004 erhielt er im Mariä-Himmelfahrts-Kloster in Orel die Mönchsweihe und den Namen Aleksij. Von 2010 bis 2016 studierte Zanochkin an der Moskauer Theologischen Akademie, schon 2012 wurde er zum Abt des neu gegründeten Sankt-Kuksha-Klosters in der Region Orel ernannt. 2017 wurde Zanochkin zum Bischof von Mzensk geweiht.

2019 erfolgte die Ernennung zum Bischof der Diözese von Groß-Ustyug und Totemsk, bevor er mit 11. März 2020 die Leitung der Russischen Orthodoxen Kirche in Österreich übernahm. Wegen Corona übersiedelte der Bischof erst im Dezember 2020 ständig nach Wien. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine beschränkt sich das Wirken des Bischofs in Österreich auf die Seelsorge bzw. pastorale und soziale Dienste sowie das Feiern der Liturgie.

(Infos: https://austria-diocese.com/)
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