Weltpilgertag: Katholische Aktion ruft zu neuem Miteinander auf
23.07.202611:22
(zuletzt bearbeitet am 23.07.2026 um 11:29 Uhr)
Österreich/Kirche/Pilgern/Kath.Aktion
KA-Präsident Kaineder: Angesichts von Polarisierung, Klimakrise und sozialer Spaltung wird gemeinsames Gehen zum Symbol für eine "Gesellschaft, die Brücken baut statt Mauern, Zäune abreißt und gemeinsame Tische verlängert"
Wien, 23.07.2026 (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KA) sieht den weltweiten Weltpilgertag am 25. Juli vor allem als Zeichen "für ein neues Miteinander, für konkrete enkeltaugliche Nachhaltigkeit und einen auf Augenhöhe stattfindenden interreligiösen Dialog", wie sie am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte. In einer Zeit globaler Krisen und kriegerischer Auseinandersetzungen sollten zukunftsweisende Impulse vom gehenden Pilgern ausgehen, so KA-Präsident Ferdinand Kaineder: "Langsames Unterwegssein schafft Raum für Begegnung, Reflexion und Solidarität." Pilgerwege würden Menschen über Grenzen hinweg verbinden, wörtlich und im übertragenen Sinn.
Angesichts von Polarisierung, Klimakrise und sozialer Spaltung "wird das gemeinsame Gehen zum Symbol für eine Gesellschaft, die Brücken baut statt Mauern, Zäune abreißt und gemeinsame Tische verlängert", so Kaineder, selbst passionierter Pilger.
Wer mit einer inneren offenen Haltung unterwegs ist, werde liebevolle, achtsame und vielfältige Gastfreundschaft erleben und immer wieder auf Menschen stoßen, die unterstützend und füreinander sorgend das Leben gestalten. "Genau diese Haltung einer fairen und achtsamen Sorge füreinander braucht die Welt mehr denn je", fordert Kaineder ein.
Nicht zuletzt verstehe sich auch das weite und breite Netz der Katholische Aktion Österreich mit den Gliederungen und verschiedenen Initiativen als "Pilgerin im Jetzt". Kaineder: "Das Pilgern gibt Identität von innen her und führt dazu, die Welt immer wieder neu zu sehen. Das ermöglicht ein neues und ungeschminktes Weltanschauen."
Am Weltpilgertag wolle die Katholische Aktion aber auch an die Millionen Menschen auf der Flucht erinnern, für die das Unterwegssein keine Wahl, sondern Überlebensnotwendigkeit ist, wie der KA-Präsident weiter betont. Pilgern werde so zur Mahnung: "Gerechtigkeit, Fairness und Gastfreundschaft müssen im Mittelpunkt stehen. Gerade die Begegnungen am Weg mit dem Fremden in der Fremde öffnet Menschen immer wieder auch für spirituelle Erfahrungen, ja für Gotteserfahrungen. 'Pilgern im Jetzt' stärkt den Körper, schärft Sinne und Geist und macht fähig, im Fremden Christus zu erkennen." - In Österreich laden mehr als 100 Pilgerrouten mit 30.000 Kilometern Länge ein, diese Erfahrung zu teilen.
Am 25. Juli feiert die Kirche das Fest des Apostels Jakobus. Zugleich wird der Tag als Weltpilgertag begangen. In Österreich laden rund 100 Pilgerwege dazu ein, sich auf das Abenteuer Pilgern einzulassen.