Präsident Macron: "Sein Andenken verpflichtet uns. Es verpflichtet uns, unablässig die Gewissensfreiheit zu verteidigen, die die Republik versichert und schützt"
Saint-Étienne-du-Rouvray/Paris, 26.07.2026 (KAP/KNA) Politik und Kirche in Frankreich haben des vor zehn Jahren von Islamisten ermordeten Priesters Jacques Hamel gedacht. "Sein Andenken verpflichtet uns. Es verpflichtet uns, unablässig die Gewissensfreiheit zu verteidigen, die die Republik versichert und schützt", erklärte Staatspräsident Emmanuel Macron am Sonntag auf Sozialen Medien. "Angesichts des islamistischen Terrorismus bleibt Frankreich geeint - treu den Werten, auf denen es gründet, und entschlossen, jenen nichts nachzugeben, die uns spalten wollen."
Hamel war vor genau zehn Jahren von den Islamisten Adel Kermiche und Abdel Malik Petitjean in seiner Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen ermordet worden. Die Täter hatten den damals 85-jährigen Priester während der Messe am Altar mit einem Küchenmesser niedergestochen.
Zum Andenken an Hamel fand in der Kirche am Sonntag auch ein Gottesdienst mit prominenten Gästen statt. Anwesend waren unter anderem Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu sowie François Hollande, der zur Zeit des Attentats Staatspräsident war. Gehalten wurde die Messe vom Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz, Kardinal Jean-Marc Aveline.
Für Hamel läuft derzeit noch ein Seligsprechungsverfahren. Seit April 2019 ist der Prozess auf Bistumsebene abgeschlossen. Das im Erzbistum Rouen erstellte Dossier liegt seither in Rom. In einer zweiten Stufe erstellt dort die zuständige Vatikanbehörde einen Bericht für den Papst, inzwischen Leo XIV., der am Ende entscheiden wird.