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Erzbischof Lackner investiert Bischof Krautwaschl und Franz Xaver Brandmayr als Grabesritter (27.7.2026)
Heiliges Land
Bild Copyright: © Erzdiözese Salzburg (eds) / Hiva Naghshi

Grabesritterorden: Bischof Krautwaschl und Rektor Brandmayr aufgenommen

28.07.2026 11:05
Österreich/Kirche/Religion/Religiöses Ereignis/Gesellschaft/Orden
Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem zählt in Österreich etwa 550 Mitglieder
Salzburg, 28.07.2026 (KAP) Bei der Sommerwallfahrt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem sind am Montagabend in der Wallfahrtsbasilika Maria Plain bei Salzburg der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl und der neue Rektor des Österreichischen Pilger-Hospizes in Jerusalem, Franz Xaver Brandmayr, in den päpstlichen Laienorden aufgenommen worden. Die Investitur nahm der Salzburger Erzbischof und Großprior des Ordens in Österreich, Franz Lackner, vor. An der Wallfahrt nahmen Ordensmitglieder aus ganz Österreich teil.

Der Orden setzt sich insbesondere für notleidende Christen im Heiligen Land ein. "Wir sind weltweit Schwestern und Brüder. Daher dürfen und müssen wir uns den Getauften im Heiligen Land besonders nahe wissen", betonte Krautwaschl anlässlich seiner Aufnahme in den Grabesritterorden. Der päpstliche Laienorden versteht die Unterstützung der Christen im Heiligen Land als seine zentrale Aufgabe und finanziert dort u. a. Schulen, soziale Einrichtungen und Gesundheitsprojekte.

"Angesichts der aktuellen Situation müssen die Menschen dort ausharren und leben in der ständigen Gefahr, zwischen den Fronten zerrieben zu werden", betonte auch Erzbischof Lackner. Die Aufnahme der beiden Kirchenvertreter fällt in eine Zeit anhaltender Unsicherheit im Heiligen Land. Pilgerreisen nach Jerusalem sind wegen der Sicherheitslage weiterhin nur eingeschränkt möglich.

Auch das Österreichische Pilger-Hospiz in Jerusalem, dessen Leitung Brandmayr mit 1. Juli übernommen hat, wird seit Jahren vom Orden unterstützt. Er zeigte sich "wirklich beeindruckt von Jerusalem". Und weiter: "Die Menschen wissen, dass sie in einer Notsituation leben - ich bewundere dabei ihre Energie - von allen Gruppen in der Stadt."

Über die Grabesritter

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der adelige Pilger am Heiligen Grab in Jerusalem zum Ritter geschlagen wurden. Heute ist er eine internationale, überwiegend von Laien getragene katholische Gemeinschaft von Frauen und Männern, die sich für die Unterstützung der Christinnen und Christen im Heiligen Land einsetzt. Weltweit zählt der päpstliche Orden rund 30.000 Mitglieder in 44 Ländern, in Österreich gehören ihm etwa 550 Personen an. Die Ordensmitglieder fördern zahlreiche Projekte, darunter Schulen, Spitäler und soziale Einrichtungen, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der christlichen Präsenz im Heiligen Land.

Zu den Mitgliedern zählen sowohl Geistliche als auch Laien aus unterschiedlichen Berufs- und Altersgruppen. Unter den geistlichen Mitgliedern finden sich neben Erzbischof Franz Lackner unter anderem Kardinal Christoph Schönborn, Bischof Alois Schwarz, Militärbischof Werner Freistetter, Altbischof Paul Iby sowie zahlreiche Äbte. Die große Mehrheit der Ordensangehörigen sind jedoch engagierte Laien.

Um die zahlreichen Hilfsprojekte im Nahen Osten umsetzen zu können, ist der Orden auf Spenden angewiesen. Um den Spendern eine Absetzbarkeit zu ermöglichen, wurde vom Ritterorden der Verein "Österreichische Vereinigung für das Hl. Land" gegründet. 2024 brachten die Grabesritter in Österreich etwas mehr als 741.000 Euro für Hilfsprojekte im Heiligen Land auf. (Infos: www.oessh.at)
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