"Jugend für das Leben" will mit Kundgebung Kurswechsel der Tiroler Landesregierung erreichen
Innsbruck, 29.07.2026 (KAP) Die Lebensschutz-Initiative "Jugend für das Leben" hat für Samstag, 1. August, zu einer Kundgebung in Innsbruck aufgerufen. Die Organisation protestiert gegen die seit Mai mögliche Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen am Landeskrankenhaus Innsbruck und fordert, dass öffentliche Krankenhäuser wieder "abtreibungsfrei" werden.
Tirol war bis Mai dieses Jahres nach Angaben der Initiative das zweitletzte Bundesland Österreichs, in dem Schwangerschaftsabbrüche nicht an einem Krankenhaus durchgeführt wurden. Mit der Aufnahme des Angebots am Innsbrucker Krankenhaus habe sich dies geändert.
"Jugend für das Leben" kritisiert diesen Schritt und argumentiert, ein Schwangerschaftsabbruch sei keine Gesundheitsleistung und dürfe auch nicht mit Steuergeld finanziert werden. Die Initiative fordert von der Tiroler ÖVP-SPÖ-Landesregierung unter anderem eine stärker familienorientierte Politik, mehr Unterstützung für Frauen in Konfliktschwangerschaften sowie eine aus ihrer Sicht "sachgemäße Beratung und Aufklärung".
Die Kundgebung findet am Samstag um 13 Uhr am Landhausplatz in Innsbruck statt. Die Veranstalter kündigten an, den Protest fortzusetzen, bis ihre Forderung nach einer Rücknahme des Angebots erfüllt sei.