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Caritas Klimaoase in Pfarrgarten
Sommer
Bild Copyright: © Marlene Fröhlich

Kirchliche Angebote zur Abkühlung und Hilfe in der Hitzewelle

31.07.2026 14:18
Österreich/Kirche/Wetter/Soziales/Umwelt/Kultur/Urlaub
Klimaoasen, Refugien und Hilfsangebote schaffen Rückzugsorte und unterstützen besonders gefährdete Menschen
Wien, 31.07.2026 (KAP) Über ganz Österreich hat sich erneut eine Hitzewelle ausgebreitet. Während die Hitzewelle anhält, bieten kirchliche Einrichtungen klimatisierte Räume, schattige Innenhöfe und Kirchen als Rückzugsorte an. Die Angebote richten sich vor allem an ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Belastungen, Menschen mit geringem Einkommen sowie obdachlose Personen. Dazu zählen etwa die Klimaoasen der Caritas in schattigen Innenhöfen in Wien und Niederösterreich, kühle Refugien in der Diözese Gurk, INN-Oasen in Tirol oder die Initiative "Sommer für die Seele" im Salzkammergut.

Kirchliche Organisationen wie die Caritas bieten zudem speziell Hilfsangebote für obdachlose Menschen an. Die Caritas Burgenland unterstützt gemeinsam mit der Mineralwassermarke Waldquelle Obdachloseneinrichtungen mit mehreren Paletten Mineralwasser. In Linz bietet das Help-Mobil der Caritas Oberösterreich am Domplatz kostenlose medizinische Erstversorgung, Wundbehandlungen und Beratung für obdachlose Menschen an.

In den 24 Caritas-Klimaoasen in Wien und Niederösterreich betreuen rund 500 Freiwillige gemeinsam mit Pfarren die kühlen Rückzugsorte. Dort werden kalte Getränke und kleine Mahlzeiten verteilt. Streetwork-Teams verteilen zudem Hitzepakete mit Trinkwasser, Sonnenschutz und Sommerschlafsäcken an obdachlose Menschen. Auch der Louisebus der Caritas Wien ist als mobile medizinische Versorgungseinrichtung im Einsatz.

Vor kurzem hat die Caritas Salzburg ihre erste Klimaoase in der Pfarre St. Paul eröffnet. "Die Klimaoase ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, neue Kontakte knüpfen und Gemeinschaft erleben können", erklärte der Salzburger Caritas-Direktor Kurt Sonneck. Besonders ältere Menschen, Personen mit geringem Einkommen, Menschen in aufgeheizten Wohnungen oder Personen, die von Einsamkeit betroffen sind, würden von niederschwelligen Angeboten profitieren. (Infos: www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/zusammenleben/pfarrcaritas-und-naechstenhilfe/aktiv-in-den-pfarren/klimaoase/)

Duschmöglichkeiten in der Steiermark

Auch die Caritas Steiermark bietet Klimaoasen und Wegweiser zu kühlen Orten. So bietet in Graz die klimatisierte Bahnhofsmission (Tageszentrum am Bahnhof) täglich von 9 bis 17 Uhr Schutz vor der Hitze. Gäste erhalten gekühlte Getränke, eine Jause und haben die Gelegenheit zu duschen. Es gibt einen eigenen Frauenschutzraum und einen Ruheraum für Männer. Bei Bedarf gibt es ein Hitzepaket, bestehend aus einer Kappe und Sonnenbrille, einer Trinkflasche mit Karabiner, Sonnencreme sowie Insektenschutzmittel.

Duschen ist auch im Marienstüberl möglich. Im Tageszentrum Mesnergasse können sich Gäste ebenfalls im Schatten aufhalten und gekühlte Getränke erhalten. Die Notschlafstelle Arche 38 bleibt während Hitzeperioden auch tagsüber geöffnet. (Info: https://www.caritas-steiermark.at/hilfe-angebote/wohnen-unterkuenfte/hitzeschutz-informationen/)

INN-Oasen in Tirol

Neue "INN-Oasen" hat die Caritas Tirol in Innsbruck geschaffen. Die Klimaoasen in kühlen Innenräumen, schattigen Gärten oder klimatisierten Foyers von Pfarren, Klöstern und Firmen bieten in der Hitze des Sommers kostenlose und niederschwellige Rückzugsorte und schützen vor gesundheitlichen Risiken. Die INN-Oasen werden über das Freiwilligenzentrum der Caritas betreut und vom Land Tirol sowie der Stadt Innsbruck finanziell unterstützt.

Zu den INN-Oasen zählen etwa der Platz vor dem Widum Mühlau (Schloßfeld 2), der mittwochs von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet ist, sowie das Caritas-Integrationshaus in der Gumppstraße 71 (freitags von 10 bis 12 Uhr). Auch der Klostergarten und die Stube der Barmherzigen Schwestern in der Sennstraße 3 (freitags von 14 bis 16 Uhr) sowie der Garten des Widums St. Nikolaus in der Fallbachgasse 18 (sonntags von 10 bis 12 Uhr) stehen als kühle Orte zur Verfügung. Die Angebote ergänzen die städtischen "Cooling Zones" mit Trinkwasser und Toilettenzugang.

"Refugium"

In Kärnten setzt die Diözese Gurk mit der Initiative "Refugium" auf die Öffnung kirchlicher Räume und Grundstücke. Ein erstes Projekt entstand im Hof der Stadthauptpfarrkirche St. Egid in Klagenfurt mit Begrünung, Wasserstelle und Sitzmöglichkeiten. Weitere Standorte sind geplant - unter anderem an der Universität Klagenfurt bei der Katholischen Hochschulgemeinde, im Domgarten, in der Kirche St. Theresa und in der Hemmakirche.

"Sommer für die Seele"

Eine Einladung, die kühlen Kirchen des Salzkammerguts zu besuchen, ist der "Sommer für die Seele" in der Diözese Linz. Dazu zählen etwa die Pfarrkirche Bad Ischl, die Kapelle der Barmherzigkeit St. Wolfgang oder die Pfarrkirchen Ebensee, Hallstatt und Bad Goisern. Bis 14. September stehen die Türen von 13 Kirchen allen offen, die nach Impulsen, Reflexion und Momenten der Stille suchen. Eine Übersicht über die Veranstaltungen in den Kirchen - Sommerkino, Meditation und Konzerte - findet sich auf der Webseite https://www.dioezese-linz.at/institution/320501/veranstaltungen.

"Coole Orte"

In Oberösterreich beteiligen sich einige Linzer Kirchen am Projekt "Coole Orte". Die Karte "Kühle Orte für heiße Tage - Dein Wegweiser in ein kühles Linz" steht auf www.cooleslinz.at zur Verfügung und listet kühle Innenräume, Grünräume, Badeplätze, Wasser(spiel)plätze oder Trinkwasserstellen auf. Zudem wird die aktuelle Hitzewarnstufe angezeigt. Zu den teilnehmenden Kirchen zählen etwa die Ursulinenkirche, der Alte Dom, die Wallfahrtsbasilika am Pöstlingberg und der Mariendom. Gemeinsam mit der Sprühnebelinstallation und dem Trinkwasserspender vor dem Mariendom bietet insbesondere der Domplatz einen zusätzlichen Ort der Abkühlung. Die Krypta, die derzeit etwa 20 Grad misst, steht wegen der Hitze ausnahmsweise nicht nur geführten Gruppen offen.

Kühle Klostermauern

Auch hinter Klostermauern wartet Abkühlung. So etwa im Kärntner Kloster Wernberg. "22 Grad hat es momentan in meinem ostseitig gelegenen Zimmer", sagte Provinzoberin Pallotti Findenig vom Kloster Wernberg der "Kleinen Zeitung" (29. Juli). Die Benediktiner hätten seinerzeit die Gästeräume schon vorausschauend nordseitig gebaut, dort sei es angenehm kühl. "Wir haben hohe Räume, den Wald in der Nähe und die Drau zum Füße-Waten - also ein ideales Angebot bei der Hitze."

Das Benediktinerstift Admont bietet Besucherinnen und Besuchern während der Hitzeperiode vergünstigten Eintritt in klimatisierte Bereiche wie die Stiftsbibliothek und die Museen.
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