Workshop-Reihe mit interreligiöser Begegnung, Singen und Austausch über Frieden
St. Pölten, 02.08.2026 (KAP) Vier Glaubensgemeinschaften haben über mehrere Monate in St. Pölten den Frieden besungen, besprochen und damit gleichzeitig zu dessen Wachstum beigetragen. Die Katholische Aktion (KA) der Diözese St. Pölten für die katholische Kirche, die bosnisch-islamische Dzemat Moschee, die Alevitische Glaubensgemeinschaft Cemevi und die Bahá'i Glaubensgemeinschaft öffneten ihre Türen für Begegnungen im Rahmen des Projekts "Singende Friedenstaube". Über mehrere Monate hinweg standen Begegnung, gemeinsames Singen und der Austausch über Frieden im Mittelpunkt der Workshops, die vom Verein Weltkulturschule durchgeführt und vom Büro für Diversität der Stadt St. Pölten unterstützt wurden.
Wie die Diözese St. Pölten am Wochenende mitteilte, brachten die beteiligten Gruppen verschiedene spirituelle Lieder in die Begegnungsworkshops ein. Ihr gemeinsamer Nenner - Werte wie Liebe, Demut, Selbstreflexion, Loslassen des Egos, Einheit in der Vielfalt, Versöhnung - habe den jeweiligen Glaubensüberzeugungen entsprochen. Gesungen wurde auf Deutsch, Türkisch, Bosnisch, Englisch und Spanisch.
Die Teilnehmenden tauschen aber nicht nur Liedgut aus, sondern schilderten auch persönliche Erfahrungen, wie Frieden im Alltag möglich ist und wie das gemeinsame Singen dazu beitrug. Und es gab bei den Begegnungen auch Gelegenheit, dass die jeweiligen Gastgeber ihre Einrichtung und Religion vorstellten.
Den Höhepunkt bildete ein öffentlich zugängliches Mitsingkonzert im St. Pöltener Saal der Begegnung. Mehr als 50 Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer sowie weitere Gäste kamen zusammen, um die zuvor einstudierten spirituellen Lieder und Lobgesänge gemeinsam zu singen. KA-Präsident Reinhard Länger: "Es war wie ein gemeinsames Gebet, das auf einer tiefen Seelenebene berührte und über religiöse Grenzen hinweg vereinte."