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Papst Leo XIV. beim Angelusgebet am Fenster des Apostolischen Palastes
Migration
Bild Copyright: © Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Papst Leo XIV. besorgt wegen Ereignissen in Ceuta

02.08.2026 12:52
(zuletzt bearbeitet am 02.08.2026 um 13:54 Uhr)
Spanien/Vatikan/Religion/Papst/Migration/Mittagsgebet/Ceuta
Mittagsgebet um "Lösungen des Friedens, der Stabilität und der Gerechtigkeit" - Papst lässt jüngste Ereignisse in Exklave aber unerwähnt - Allgemein gehaltener Friedensappell
Vatikanstadt, 02.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat sich besorgt über die jüngste Massen-Migration in die spanische Exklave Ceuta geäußert. Beim traditionellen Mittagsgebet auf dem Petersplatz sagte er am Sonntag vor Tausenden Pilgern: "Ich verfolge die alarmierende Lage in Ceuta mit Sorge." Er bete zu Gott, dass "Lösungen des Friedens, der Stabilität und der Gerechtigkeit gefunden werden können".

Der Papst machte seinen Appell durchgehend auf Spanisch. Mit einer religiösen Formel gab er zu verstehen, dass er die Krise um Ceuta vor allem als ein Problem in Afrika sieht. Als Fürsprecherin rief er "Maria, Unsere Liebe Frau von Afrika" an - ein auf dem afrikanischen Kontinent gebrauchter Ehrentitel der Muttergottes.

Mit keinem Wort ging der Papst in seinem Appell auf die von den Ereignissen in Ceuta befeuerte innereuropäische Debatte über die künftige Migrationspolitik ein. Bei seiner jüngsten Spanienreise hatte er noch am 11. und 12. Juni auf Gran Canaria sichere Migrationswege gefordert und darauf gepocht, dass die Menschenwürde von Flüchtlingen an den Außengrenzen Europas gewahrt werden müsse.

Menschenhändler und Schlepper hatte er dort mit Meeres-Ungeheuern verglichen, die Frauen und Kinder versklavten. Zugleich hatte er die Gleichgültigkeit jener beklagt, "die zulassen, dass die Armen von Ausbeutung oder Vergessenheit verschlungen werden".

Ferner forderte er "politische Maßnahmen, die es jedem Menschen ermöglichen, in seiner Heimat in Würde zu leben". Neben dem Recht, Zuflucht zu suchen, wenn das Leben bedroht ist, gebe es "auch das Recht, nicht auswandern zu müssen: das Recht, in der eigenen Heimat zu bleiben", so der Papst am 11. Juni auf Gran Canaria.

"Lasst uns weiter für den Frieden beten"

Leo XIV. rief beim Mittagsgebet auch zum Gebet für den Frieden in der Welt auf: "Lasst uns weiter für den Frieden beten, damit die Kriege in der Welt ein Ende finden und diplomatische Lösungen für die Konflikte gefunden werden. Gedenken wir aller Opfer der Feindseligkeiten, vor allem der Schwächsten und Schutzlosesten: der Kinder, der älteren Menschen und der Kranken."

Der Papst schloss mit den Worten: "Der Herr tröste alle Leidenden und segne den Einsatz derer, die Hilfe und Trost spenden." Anders als bei anderen Gelegenheiten, aber nicht zum ersten Mal erwähnte der Papst in seinem Appell keine Konfliktherde namentlich.
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