Leo bei Mittagsgebet: Anhäufen und Wegwerfen "zwei Seiten desselben Übels: der Habgier"
Vatikanstadt, 02.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat bei seinem ersten Sonntagsmittagsgebet im Vatikan nach seiner Sommerfrische die moderne Konsumgesellschaft kritisiert. Vor mehreren Tausend Menschen auf dem Petersplatz versammelten Pilgern sagte er am Sonntag: "Das Anhäufen und das Wegwerfen sind zwei Seiten desselben Übels: der Habgier." Diese sei eine "Krankheit der Seele", so der Papst. Und weiter: "Sie lässt uns das Bewusstsein verlieren, weil sie uns derart durch Reichtümer berauscht, dass wir diejenigen vergessen, die vor Hunger weinen und vor Durst schreien."
Mit harten Worten geißelte er diese Form der Konsum-Mentalität und sagte: "Dem Überfluss der vergänglichen Dinge stehen so die ausgestreckten Hände derer gegenüber, die nichts zu essen haben, und die niedergebrannten Häuser derer, die ohne Frieden leben."
Dieser Haltung der Gleichgültigkeit stellte der Papst die biblische Erzählung von der "wunderbaren Brotvermehrung" gegenüber. Sie verweise "auf eine wichtige Wahrheit: Was geteilt wird, geht nicht verloren. Im Gegenteil - es wird zum Segen für viele." An die bei sommerlicher Hitze in Rom versammelten Menschen appellierte der Papst, auch im Urlaub "das Brot in der Familie und unter Freunden zu teilen" und "diejenigen in unserer Umgebung (zu) berücksichtigen, die in Not sind".