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Rumänische Kirche ruft zur Hilfe für Hitzeopfer auf

04.08.2026 13:30
Rumänien/Kirche/Klimaveränderung/Klimaerwärmung/Umwelt/Atomenergie/Soziales/Orthodoxe/Hitze/Orthodoxie
Bukarester orthodoxes Patriarchat appelliert an Klöster und Pfarren, Wasser an Bedürftige zu verteilen und Aufenthalte in kühleren Bereichen zu ermöglichen
Bukarest, 04.08.2026 (KAP) Rumänien leidet unter der Hitzewelle: Angesichts der extrem hohen Temperaturen hat das rumänische Patriarchat alle Diözesen aufgerufen, den von der Hitzewelle betroffenen Menschen Hilfe zu leisten. In einer Erklärung appellierte die rumänisch-orthodoxe Kirchenleitung an die Klöster und Pfarren, Wasser an Bedürftige zu verteilen und den von der Hitze Betroffenen zu ermöglichen, sich vorübergehend in schattigen und kühlen Bereichen auszuruhen.

Kirchliche Einrichtungen, die medizinische oder soziale Dienste anbieten, wurden ebenfalls dazu aufgefordert, im Rahmen ihrer verfügbaren Ressourcen Hilfe zu leisten. Gleichzeitig sollten in von Dürre und hohen Temperaturen betroffenen Regionen in Kirchen und, wo immer möglich, auf den Feldern besondere Gebete "in Zeiten der Dürre" gesprochen werden.

Das rumänische Patriarchat appellierte außerdem an alle Gläubigen, während der Zeit der extremen Hitze besondere Fürsorge und Solidarität mit den besonders schutzbedürftigen Menschen zu zeigen. Der Appell des Patriarchats wurde u. a. auf der eigenen Website "basilica.ro" publiziert.

In Rumänien wurden schon im Juli teils 45 Grad gemessen. Hitze und Dürre haben zu extrem niedrigen Wasserständen, vor allem der Donau, geführt. Infolgedessen muss das Land seine Stromproduktion drastisch drosseln. Rumäniens Energiesektor steht seit Freitag unter Alarmbereitschaft. Unter anderem schaltete der Energiekonzern Nuclearelectrica bereits einen der beiden Reaktoren des Atomkraftwerks Cernavod ab, weil nicht genug Wasser für die Kühlung durch die Donau fließt.

Die Marine hat am Montag eine kontrollierte Sprengung durchgeführt, um Felsen in der Donau zu räumen. So soll der notwendige Wasserfluss für den Betrieb des Kernkraftwerks gesichert werden, damit nicht auch noch der zweite Reaktor abgeschaltet werden muss. Ministerpräsident Ilie Bolojan appellierte an Unternehmen, private Haushalte und staatliche Institutionen, den Stromverbrauch zu reduzieren.
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