Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen gestalten in invita-Einrichtungen Steine mit Botschaften, die per Mitmachaktion durch Österreich wandern sollen -
Linz, 05.08.2026 (KAP) In den invita-Werkstätten der Caritas Oberösterreich entstehen derzeit bunte Wandersteine mit einer besonderen Botschaft: Sie sollen Menschen daran erinnern, auf die eigene psychische Gesundheit zu achten. Die von Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen gestalteten Steine sind bereits an verschiedenen Orten in Oberösterreich unterwegs und sollen von Finderinnen und Findern weitergetragen werden, so der Wunsch der Werkstätten, die an mehreren oberösterreichischen Standorten Menschen mit Beeinträchtigungen eine sinnstiftende Tagesstruktur, individuelle Betreuung und Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.
Gesammelt wurden die Steine bereits im Frühling an Flussufern in ganz Oberösterreich. Anschließend wurden sie kreativ bemalt. Die ersten Steine hätten ihre "Mission" als Wandersteine bereits angetreten, teilte die Caritas Oberösterreich in einer Aussendung am Mittwoch mit. Wer einen invita-Wanderstein entdeckt, kann ein Foto davon in der Facebook-Gruppe "#stoaroas" mit der Postleitzahl des Fundortes veröffentlichen und den Stein anschließend an einem neuen Ort auslegen. So soll die Botschaft der Steine von Mensch zu Mensch weiterwandern.
Mittlerweile hätten Mitarbeitende und Bewohnerinnen und Bewohner von invita Steine unter anderem am Hochstein im Toten Gebirge, bei den Ruinen der Hochsteinalm-Hütte in der Gemeinde Hinterstoder im Bezirk Kirchdorf an der Krems sowie bei der Karstquelle beim Steyr-Ursprung im Süden Oberösterreichs ausgelegt. Einige dieser Steine sollen inzwischen etwa zum Erlakogel am Traunsee oder zum Lutzenkreuz in Putzleinsdorf im Bezirk Rohrbach weitergewandert sein.
Jeder Stein trägt auf der Rückseite eine Kennung mit der Postleitzahl der jeweiligen invita-Einrichtung sowie deren Website, damit seine Reise nachvollziehbar bleibt. "Wir hoffen, mit unseren Wandersteinen möglichst viele Menschen zu erreichen und sie daran zu erinnern, auf ihre psychische Gesundheit zu achten", erklärte Barbara Schiller, Abteilungsleitung bei invita. Gleichzeitig wolle man auf die Arbeit aufmerksam machen, bei der Menschen begleitet würden, für die seelische Gesundheit keine Selbstverständlichkeit sei.