Niederösterreichischer Diözesanbischof in Bischofskonferenz für Thema Landwirtschaft zuständig - Bischof erinnert an "enorme wirtschaftliche Herausforderungen" der Landwirte
St. Pölten, 06.08.2026 (KAP) Hitze, Dürre, Notverkäufe und Futterknappheit: Die Folgen des Klimawandels setzen Österreichs Landwirtschaft unter Druck. Für den für Landwirtschaft zuständigen Bischof der Österreichischen Bischofskonferenz, Alois Schwarz, sind die bäuerlichen Betriebe zugleich Betroffene und wichtige Akteure im Klimaschutz. Angesichts von Trockenheit und wirtschaftlichen Belastungen brauche es für die Landwirtschaft faire Rahmenbedingungen, Solidarität und Wertschätzung, erklärte Schwarz gegenüber Kathpress. Zugleich verwies er auf die Leistungen bäuerlicher Familienbetriebe für Klimaschutz, Artenvielfalt und die regionale Lebensmittelversorgung.
Die Landwirtschaft stehe aktuell vor "enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und den Folgen des Klimawandels", so Schwarz. Landwirtinnen und Landwirte sorgten dennoch täglich für die Versorgung mit hochwertigen und regionalen Lebensmitteln. Besonders bäuerliche Familienbetriebe zeigten, dass eine "klimaangepasste und nachhaltige Landwirtschaft möglich" sei. Sie bewirtschafteten ihre Felder mit Weitblick und würden "nicht in Quartalen, sondern in Generationen" denken. Und weiter: "Dieses verantwortungsvolle Handeln ist ein wertvoller Dienst an unserer gemeinsamen Zukunft."
Der Beitrag der Landwirtschaft gehe zudem über die Lebensmittelproduktion hinaus, so der niederösterreichische Diözesanbischof. Die von ihnen gepflegten Wälder, Wiesen und Felder würden Kohlendioxid binden und durch das Pflanzenwachstum zur Sauerstoffproduktion beitragen. Land- und Forstwirtschaft leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt und zum Wohl der Gesellschaft.
Schwarz erinnerte aber auch an die Abhängigkeit der Landwirtschaft von Wetter und natürlichen Bedingungen. "Als Kirche stehen wir an der Seite jener Menschen, die mit ihrer täglichen Arbeit Verantwortung für die Schöpfung übernehmen und unsere Lebensmittelversorgung sichern. Wir wissen zugleich, wie sehr die Landwirtschaft von Gottes Segen abhängt. Deshalb beten wir seit Jahrhunderten um gedeihliches Wetter und sprechen: "Gott halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern."
Diese Gebete würden daran erinnern, dass der Mensch die Schöpfung zwar verantwortungsvoll gestalten darf, letztlich aber auf Gottes Segen angewiesen bleibt. "Deshalb verdienen unsere Landwirtinnen und Landwirte nicht nur faire Rahmenbedingungen, sondern auch unsere Solidarität, unsere Wertschätzung und unser Gebet", betonte Schwarz.