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Dürre im Südsudan
Bild Copyright: © Simon Kupferschmied/Missio

Südsudan: Dürre verschärft Not und Fluchtbewegungen

06.08.2026 13:21
Österreich/Südsudan/Kirche/Hilfsorganisation/Dürre/Hunger/Wasser/Entwicklungshilfe
Nahrungs- und Wasserverversorgung in Gefahr nach überdurchschnittlich langer Hitzeperioden in Gefahr - Erste Fluchtbewegungen aus Region Central Equatoria - Missio bittet um Spenden
Wien, 06.08.2026 (KAP) Ausbleibender Regen und überdurchschnittlich lange Hitzeperioden führen im Südsudan zu Ernteausfällen und verschärfen die ohnehin angespannte Ernährungslage. Darauf haben die Päpstlichen Missionswerke "Missio" aufmerksam gemacht und vor den Folgen der Dürrekrise gewarnt. Besonders betroffen seien Babys und Kleinkinder. Missio-Projektpartner berichten zudem von ersten Fluchtbewegungen aus der Region Central Equatoria nach Kenia.

Die Niederschläge während der heurigen Regenzeit im Südsudan seien bislang unterdurchschnittlich, berichtet Missio-Projektpartner Hakim Simba Kuol. "Im April und Mai, zu Beginn der Regenzeit, gab es noch die für die Jahreszeit üblichen Niederschläge. Im Juni und Juli hatten wir aber sehr hohe Temperaturen und nur sehr geringe Niederschläge", schildert Kuol.

Der Wassermangel in der Region Central Equatoria treibe bereits Menschen zur Flucht. "Berichten zufolge sind bereits 1.500 Menschen nach Kenia geflohen, um der Dürre zu entkommen", so der Missio-Projektpartner. Auch die Situation in der Hauptstadt Juba bereite Sorge. Zwar seien einzelne trockene Wochen während der Regenzeit meteorologisch nicht ungewöhnlich, doch die zunehmend geringeren Niederschlagsmengen und längeren Abstände zwischen den Regenfällen verschärften die ohnehin angespannte Ernährungssituation im Land.

Nahrungs- und Wasserversorgung in Gefahr

Sollten die Niederschläge im August nicht zunehmen, drohe eine länger anhaltende Krise, warnt Kuol. "Die Trockenheit führt dazu, dass die Felder kaum bestellt werden können. Wenn die Abstände zwischen den Regenfällen immer größer werden, haben wir bald ein großes Problem. Unsere gesamte Nahrungs- und Wasserversorgung ist in großer Gefahr."

Missio Österreich unterstützt in Juba die Versorgung von Babys und Kleinkindern mit Nahrung. Gerade die Jüngsten seien von den Folgen der Ernteausfälle besonders betroffen. Nach Angaben von Missio hungert jedes vierte Kind im Südsudan. Mangelernährung könne zu Entwicklungsverzögerungen führen und erhöhe die Anfälligkeit für Krankheiten.

(Spendenkonto Missio - Päpstliche Missionswerke in Österreich: IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500, Verwendungszweck: Dürre Südsudan, online: www.missio.at)
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