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Pastoraltagung: Neuer Tagungsband und Themen-Bekanntgabe für 2027

06.08.2026 13:04
(zuletzt bearbeitet am 06.08.2026 um 15:03 Uhr)
Österreich/Kirche/Wissenschaft/Pastoraltagung
Nächste österreichische Pastoraltagung widmet sich dem Thema "Frieden" - Tagungsband versammelt auf rund 200 Seiten alle Vorträge und Diskussionen
Salzburg, 06.08.2026 (KAP) Unter dem Titel "verletzlich - berührbar. Christliche Perspektiven zur Verwundbarkeit" ist am Donnerstag der Dokumentationsband zur heurigen, gleichnamigen österreichischen Pastoraltagung erschienen. Die renommierte, vom Österreichischen Pastoralinstitut (ÖPI) und der Österreichischen Pastoralkommission initiierte Tagung brachte vom 8. bis 10. Jänner mehr als 400 Interessierte aus dem gesamten deutschen Sprachraum nach Salzburg. "Die hohe Zahl der teilnehmenden Personen an der Tagung hat uns die Wichtigkeit des Themas in der Gegenwart gezeigt", so ÖPI-Leiterin Gabriele Eder-Cakl gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress.

Im Fokus der Vorträge und Workshops stand die Frage, wie Verletzlichkeit im persönlichen Leben, in der Gesellschaft und im kirchlichen Handeln gedeutet werden kann. Referierende waren u. a. die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger, der bekannte Ordensmann und Aktivist Jörg Alt, der Psychiater Reinhard Haller sowie Kardinal Timothy Radcliffe.

"Ein guter Umgang mit der Verletzlichkeit ist Voraussetzung für Empathie und Leben", schreiben die Herausgeberinnen - Eder-Cakl sowie die Theologin und geschäftsführende Pastoralkommissions-Vorsitzenden Anna Findl-Ludescher - im Vorwort des Tagungsbandes. Letztlich hätten auch Schwächen "das Potenzial, Quellen der Hoffnung zu werden. Gerade in der Verwundbarkeit entsteht Verbindung - zu Gott und zu den Mitmenschen".

Der Tagungsband versammelt auf rund 200 Seiten alle Vorträge und Diskussionen der Tagung. Der Band wolle "als Dokumentation, zum Nachlesen und Weiterdenken" dienen, hieß es. Das Buch ist im Österreichischen Pastoralinstitut und im Buchhandel sowie beim Verlag R3 um 15 Euro erhältlich.

Thema 2027: "Frieden"

Die traditionell zu Jahresbeginn stattfindende Pastoraltagung stellt 2027 drei Tage lang das Thema "Frieden" in den Fokus. Von 7. bis 9. Jänner sprechen in St. Virgil/Salzburg etwa Sant'Egidio-Generalsekretär Cesare Zucconi und Jerusalemer Benediktinerabt Nikodemus Schnabel. Weiters stehen Berichte aus Konfliktregionen sowie Friedensarbeit auf dem Programm, hieß es in einer Ankündigung.

Impulse, Vorträge und Übungsräume

Der erste Tag, Donnerstag, 7. Jänner, steht unter dem Titel "Blick auf die Realitäten in der Welt und den christlichen Auftrag". Nach der liturgischen Eröffnung berichtet Sr. Alfonsa Karapata aus der Ukraine über ihr Leben im Krieg. Der Politologe Christian Wlaschütz analysiert die Auswirkungen einer neuen Weltordnung auf Krieg und Frieden. Am Nachmittag folgen Beiträge zur persönlichen Betroffenheit, zum christlichen Friedensauftrag mit Cesare Zucconi von Sant'Egidio sowie eine biblische Einordnung durch Veronika Burz-Tropper. Ein synodales Gespräch im Geist führt die Perspektiven zusammen.

Am Freitag, 8. Jänner, rückt unter dem Motto "Frieden stiften" die Praxis in den Mittelpunkt. Ahmad Milad Karimi spricht über Hoffnung, Frieden und interreligiösen Dialog. Anschließend wählen die Teilnehmenden aus zahlreichen Friedens-Übungsräumen. Das Spektrum reicht von Deeskalation und gewaltfreier Kommunikation über soziale Verteidigung, katholische Friedensethik und Friedensgebete bis zu Dialogformaten und digitaler Zivilcourage. Am Nachmittag fragt der Pastoraltheologe Bernd Hillebrand, wie viel Streit pastorale Praxis braucht. Danach präsentieren sich Friedensinitiativen, wie Sant'Egidio, Pax Christi, die Dreikönigsaktion, Standing Together, der deutsch-slowenische Dialog in Kärnten, Gesprächsinitiativen für Demokratie sowie Angebote zu persönlicher Versöhnung. Höhepunkt des Abends ist die Eucharistiefeier mit Erzbischof Josef Grünwidl.

Der Samstag, 9. Jänner, trägt den Titel "Zumutung: Frieden". Im Zentrum steht die Feindesliebe. Abt Nikodemus Schnabel von der Dormitio-Abtei in Jerusalem berichtet vom Versuch, diesen Anspruch im Heiligen Land zu leben.

Eine Teilnahme ist auch via Livestream möglich. Anmeldeschluss ist der 21. Dezember 2026. (Infos und Anmeldung: www.pastoral.at/pastoraltagung)
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