Papst Leo wird bei Reise nach Frankreich UNESCO-Sitz, Pariser Sozial- und Integrationszentrum sowie den Pilgerdienst Accueil Notre-Dame in Lourdes besuchen - Treffen mit Staatspräsident Macron im Elysée-Palast
Paris/Vatikanstadt, 07.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. stattet der Republik Frankreich vom 25. bis 28. September einen Staatsbesuch ab. Die sechste Auslandsreise des seit Mai 2025 amtierenden Papstes umfasst die Hauptstadt Paris, den Wallfahrtsort Lourdes und das nordfranzösische Metz, wie es in dem am Freitag veröffentlichten Reiseprogramm des Vatikans heißt. Zudem trifft Leo XIV. in Frankreich Betroffene sexualisierter Gewalt durch katholische Geistliche. Bei den Vorbereitungen der privaten Begegnung würden auch Missbrauchsbetroffene einbezogen, wie der Vatikan betonte.
Am Vormittag des 25. September wird Leo XIV. in Paris von Staatspräsident Emmanuel Macron im Elysée-Palast empfangen. Nachmittags besucht er den Hauptsitz der Unesco, der Kulturorganisation der Vereinten Nationen. Später ist eine Vesper mit Bischöfen, Priestern und Ordensleuten in der Kathedrale Notre-Dame geplant. Abends folgt eine Gebetsnacht mit Jugendlichen im Stade de France in Saint-Denis.
Am 26. September besucht der Papst vormittags ein Sozialzentrum in Paris und feiert am Nachmittag eine Messe auf der zentralen Place de la Concorde. Danach fliegt er in den weltberühmten Marienwallfahrtsort Lourdes in den Pyrenäen, wo am Abend ein Gebet in der Erscheinungsgrotte von Massabielle vorgesehen ist.
Bischöfe und Lichterprozession in Lourdes
Am Sonntagmorgen, 27. September, trifft sich das Kirchenoberhaupt in Lourdes mit Frankreichs Bischofskonferenz. Am Vormittag feiert er eine Messe auf der Wiese des Heiligtums. Nach Begegnungen mit Mitarbeitenden, Bürgern und Ordensschwestern leitet er am Abend ein Rosenkranzgebet mit Lichterprozession an der Wallfahrtsgrotte.
Zum Abschluss seiner Frankreich-Reise fliegt Leo XIV. am 28. September nach Metz in Lothringen, Wirkungsstätte von Robert Schuman (1886-1963). Für den französischen Politiker, einer der Gründungsväter der Europäischen Union, läuft ein Seligsprechungsverfahren. Am Vormittag nimmt der Papst an einem Interreligiösen Treffen im Robert-Schuman-Konferenzzentrum in Metz teil, dem eine Veranstaltung zum Thema "An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit" folgt. Am Nachmittag feiert Leo XIV. die Messe im Stephansdom von Metz. Nach der Abschiedszeremonie am internationalen Flughafen Metz-Nancy-Lothringen kehrt er am Abend nach Rom zurück.
Programm
"Vor einigen Monaten haben wir gemeinsam mit dem Papst einen ersten Entwurf des Reiseprogramms besprochen", erklärt Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille und Vorsitzender der Französischen Bischofskonferenz, in einer Mitteilung der Bischofskonferenz.
Die Programmpunkte seien so vorbereitet, "dass jeder, der möchte, an diesem außergewöhnlichen Ereignis teilnehmen kann", erklärt Benoît Bertrand, Bischof von Pontoise. "Wir laden daher alle Menschen in Frankreich ein - ob katholisch oder nicht, gläubig oder nicht -, Papst Leo XIV. in Paris, Saint-Denis, Lourdes oder Metz willkommen zu heißen und ihm zuzuhören."