D: Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
08.08.202613:16
Deutschland/Kirche/Glaube
Neue Arbeitshilfe "Zahlen und Fakten 2025/2026" zeigt Rückgänge bei Mitgliedern und Gottesdienstbesuchen - mehr Erwachsenentaufen
Bonn, 08.08.2026 (KAP) Einen Einblick in das kirchliche Leben in Deutschland bietet die neue Arbeitshilfe "Katholische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten 2025/2026". Die Deutsche Bischofskonferenz hat die mittlerweile 16. Ausgabe am Freitag veröffentlicht. Sie enthält Daten zu Mitgliederzahlen, Gottesdienstbesuchen, pastoralen Diensten und Finanzen sowie Informationen zu verschiedenen Bereichen kirchlichen Lebens. Dabei zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Mitgliederzahlen, Gottesdienstbesuche und pastorales Personal zurückgehen, stieg die Zahl der Erwachsenentaufen 2025 um 28 Prozent auf 2.650.
"Hinter jeder Statistik steht ein Mensch", schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, im Vorwort. "Kirche ist nicht nur dort, wo Gottesdienst gefeiert wird. Sie ist auch dort, wo Menschen begleitet, gestärkt und getröstet werden. Wo soziale Verantwortung übernommen, wo Kultur gefördert, Dialog ermöglicht und Hoffnung weitergegeben wird."
Die Arbeitshilfe gibt unter anderem Einblick in katholische Schulen, Jugendarbeit, Frauen in der Kirche, Gemeinden anderer Sprachen und Riten, Medien und Kultur sowie die Arbeit von Caritas, Hilfswerken und Ordensgemeinschaften. Auch der Schutz vor sexualisierter Gewalt und die Aufarbeitung werden thematisiert.
Mehr Erwachsenentaufen
2025 wurden in Deutschland 2.650 Menschen ab 14 Jahren getauft. Das waren 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl aller Taufen sank dagegen auf 109.002.
Im Vorwort beschreibt Wilmer unterschiedliche Wege Erwachsener zur Taufe. "Ihre Wege sind unterschiedlich. Manche kommen über Partnerschaft, Freunde und Familie mit dem Glauben in Berührung, andere suchen Halt, Sinn, Gemeinschaft - oder eine neue Sprache für das, was sie innerlich bewegt."
Zugleich benennt Wilmer im Vorwort die schwierige Entwicklung bei den Mitgliederzahlen, Gottesdienstbesuchen und beim pastoralen Personal. "All dies dürfen und wollen wir nicht beschönigen, denn eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss ehrlich auf ihre Wirklichkeit blicken", heißt es in einer Aussendung vom Freitag. Zugleich erzählten die Zahlen auch "von Einsatz, Verlässlichkeit und großer Verantwortung".
(Info: Broschüre kann unter https://www.dbk.de bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.)