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Ukraine: Gedenkmünze zu Ehren von Johannes Paul II.

11.08.2026 08:15
Ukraine/Polen/Papst/Politik/Diplomatie/Geschichte/Gedenkmünze
Erinnerung an viel beachteten Besuch des Papstes vor 25 Jahren in der Ukraine - Initiative soll laut Verantwortlichen auch zu Verbesserung der ukrainisch-polnischen Beziehungen beitragen
Kiew, 11.08.2026 (KAP) In der Ukraine wird noch heuer eine Gedenkmünze zu Ehren von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) herausgegeben. Das hat die ukrainische Nationalbank laut Meldung der Ukrinform bekannt gegeben. Anlass ist der Besuch des polnischen Papstes in der Ukraine vor 25 Jahren. Damit werde ein "herausragender geistlicher Führer und einer der einflussreichsten Polen" geehrt, wurde Nationalbank-Gouverneur Andriy Pyshny zitiert.

Johannes Paul II. hatte von 23. bis 27. Juni 2001 die Ukraine besucht. Der Papst habe schon damals die Ukraine nicht als ein Gebiet zwischen verschiedenen Welten, sondern als eine europäischen Nation mit eigener Geschichte, Kultur und dem Recht, seine Zukunft selbst zu bestimmen, bezeichnet, erinnerte Pyshny. Johannes Paul II. sei zudem eine der moralischen Führungsfiguren der polnisch-ukrainischen Versöhnung und Freundschaft gewesen.

Der Nationalbank-Gouverneur erinnerte auch an eine Ansprache des Papstes an Ukrainer und Polen im Jahr 2003, in der er die beiden Völker dazu aufrief, nicht in schmerzhaften Erinnerungen gefangen zu bleiben, die Fehler der Vergangenheit anzuerkennen, das begangene Unrecht zu vergeben und um Vergebung für die eigenen Fehler zu bitten. Laut Pyshny hat dieser Aufruf heute eine besondere Bedeutung.

Der Botschafter der Ukraine beim Heiligen Stuhl, Andrij Jurasch, betonte die große Bedeutung der Gedenkmünze für die Diplomatie. Johannes Paul II. habe sich stets um mehr Verständnis zwischen Ukrainern und Polen bemüht. Der Botschafter hob außerdem die große Hilfe hervor, die Polen seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine für sein Heimatland leiste.

"Von Beginn der Invasion an hisste die polnische Botschaft beim Heiligen Stuhl die ukrainische Flagge", so Jurasch. Viele Staaten hätten diese Flagge bereits eingeholt. Nur noch wenige zeigten sie an ihren Fassaden, darunter die polnische Botschaft. Für diese Geste sei er Polen sehr dankbar, so der Botschafter.

Heikler Besuch 2001

Der Besuch von Johannes Paul II. in der Ukraine vor 25 Jahren war ein viel beachtetes Ereignis und weitgehend ein großer Erfolg. Missliche Töne gab es allein vonseiten des russisch-orthodoxen Moskauer Patriarchats bzw, der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Deren damaliges Kirchenoberhaupt Metropolit Wolodymyr blieb demonstrativ einer ökumenischen Begegnung des Papstes mit den Oberhäuptern der Kirchen der Ukraine fern. Johannes Paul II. warb hingegen mehrmals eindringlich für mehr Einheit unter den Kirchen.
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