Große Vorfreude in Uruguay, Argentinien und Peru auf Reise von Leo XIV. im November
Montevideo/Buenos Aires/Lima, 12.08.2026 (KAP) Mit Gebetsinitiativen und zahlreichen weiteren Aktionen wollen die katholischen Ortskirchen in Uruguay, Argentinien und Peru den bevorstehenden Besuch von Papst Leo XIV. vorbereiten. Dessen Reise vom 6. bis 17. November führt ihn nach Montevideo, Paysandu und Florida, anschließend nach Buenos Aires, Cordoba und Lujan sowie nach Lima, Chiclayo, Cusco und Pucallpa. In allen drei Ländern appellierten die Bischöfe nach Bekanntgabe der Reisepläne durch den Vatikan in Hirtenbriefen an die Bevölkerung, sich auf den Besuch gemeinsam und geistlich einzustimmen.
Uruguays Bischöfe bezeichneten den Papstbesuch in einer Mitteilung vom Dienstag als "eine der meist erwarteten Nachrichten" für die Kirche und das Land, als historisches Ereignis und ein "Geschenk der Vorsehung". Leo XIV. werde als Hirte "im Namen des Herrn" kommen, um die Uruguayer im Glauben zu stärken und allen Menschen eine Botschaft von Frieden und Hoffnung zu vermitteln.
Ausdrücklich riefen die Bischöfe die gesamte Gesellschaft zur aktiven Teilnahme auf. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Familien, Pfarrgemeinden, Bildungseinrichtungen, Bewegungen und Menschen guten Willens sollten bei der Vorbereitung mitwirken. Zugleich betonten sie die Bedeutung des Gebets: Es solle das Fundament sein, um die geistlichen Früchte des Papstbesuchs aufzunehmen. Die Vorbereitung stellten sie unter den Schutz der "Jungfrau der Dreiunddreißig", der Patronin Uruguays.
Argentinien: YouTube-Gebete und Kollekte
Die Argentinische Bischofskonferenz (CEA) hat zu virtuellen Gebetstreffen für das ganze Land aufgerufen. Jeden Dienstag um 21 Uhr soll eine halbstündige Gebetszeit stattfinden, die jeweils von einem Bischof gestaltet und über den YouTube-Kanal der CEA übertragen wird. Das erste Treffen fand am Dienstag unter Leitung von Erzbischof Ramón Dus statt.
Für die Finanzierung der Vorbereitungen kündigten die Bischöfe zudem eine landesweite Kollekte am 22. und 23. August an. Die Einnahmen sollen in die Organisation des Papstbesuchs fließen. Die Bischöfe riefen die Gläubigen auf, Leo XIV. "das Beste von uns selbst" anzubieten. Seine Ankunft solle eine Gelegenheit sein, die Brüderlichkeit, die Kultur der Begegnung und das gemeinsame Unterwegssein als Volk zu stärken.
Zweite Papst-Heimat in Vorfreude
In Peru ist die Vorfreude besonders eng mit der persönlichen Geschichte des Papstes verbunden. Leo XIV. lebte und arbeitete viele Jahre als Missionar und Bischof im Land und besitzt auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Carlos García Camader, reagierte auf die Ankündigung des Papstbesuchs mit "großer Freude und großer Zuversicht". Der Besuch solle für die Peruaner eine "Zeit des Friedens, der Versöhnung und der Hoffnung" werden.
Von Leo XIV. erhofft sich die peruanische Kirche insbesondere einen Beitrag zur nationalen Einheit. "Wir hoffen, vom Papst eine Botschaft zu erhalten, die alle Peruaner vereint", sagte Bischof García Camader. Das Land bestehe aus Regionen mit unterschiedlichen Geschichten und Verletzungen. Der Papstbesuch könne helfen, Leid und Freude miteinander zu teilen und so ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Zugleich rief der Bischof die Bevölkerung auf, sich geistlich auf den Besuch vorzubereiten.
Papst Leo XIV. wird im November elf Tage lang Südamerika bereisen - Reise mit emotionalen und politischen Höhepunkten - Kathpress-Korrespondentenbericht von Ludwig Ring-Eifel