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Ungarns Bischöfe gratulieren neuem Staatspräsidenten András Baka

12.08.2026 12:52
Ungarn/Kirche/Staatsoberhaupt/Diplomatie
Bischofskonferenz-Vorsitzender Székely betont Bedeutung des Präsidentenamtes für nationale Einheit und das Gemeinwohl
Budapest, 12.08.2026 (KAP) Die ungarischen katholischen Bischöfe haben dem künftigen neuen Staatspräsidenten András Baka zu seiner Wahl gratuliert. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende Janos Székely übermittelte Baka in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben namens der Bischöfe und persönlich gute Wünsche für die verantwortungsvolle Aufgabe. Der Diözesanbischof von Szombathely betonte insbesondere die Bedeutung des Präsidentenamtes für die nationale Einheit und das Gemeinwohl.

Baka übernehme das Amt des Staatsoberhaupts in einer Zeit, in der "alles, was der Einheit unserer Nation und dem gemeinsamen Wohl dient", von besonderer Bedeutung sei, schrieb Székely. Er zeigte sich überzeugt, dass die jahrzehntelange juristische Erfahrung des neuen Präsidenten "eine wertvolle Grundlage" für die Ausübung seines verantwortungsvollen Amtes darstelle.

Die Amtszeit des neuen Staatspräsidenten möge dazu beitragen, "das Wohl unseres Landes zu fördern, die Einheit der ungarischen Gesellschaft zu stärken und der Bewahrung der gemeinsamen Werte der ungarischen Gesellschaft zu dienen". Abschließend versicherte der Vorsitzende der Bischofskonferenz Baka seine Gebete und erbat "Gottes Segen für sein Leben und seine Arbeit".

Fidesz und Christdemokraten boykottierten Abstimmung

Der von der neuen Regierungspartei Tisza für das Präsidentenamt nominierte Baka ist ehemaliger Präsidenten des Obersten Gerichtshofs. Im Parlament im Budapest erhielt der 73-Jährige am Dienstag in einer geheimen Wahl die Stimmen von 140 Abgeordneten bei sechs Gegenstimmen. Die Fidesz-Partei des abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán boykottierte die Abstimmung gemeinsam mit den verbündeten Christdemokraten.

In seiner ersten Rede als künftiger Staatschef machte Baka laut ungarischen Medien auf die Spaltung in der Gesellschaft aufmerksam: Viele fühlten sich nach dem Regierungswechsel befreit und hoffnungsvoll, andere enttäuscht. Um die Zukunft zu gestalten, dürfe man einander nicht als Feind betrachten. Als Präsident wolle er politisch unabhängig, dabei nicht wertneutral handeln, sagte Baka. Er soll das Amt nächste Woche antreten.

Baka, der früher auch Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg war, folgt auf den von der früheren Orbán-Regierung eingesetzten und kürzlich durch eine Grundgesetzänderung abgesetzten Präsidenten Tamás Sulyok. Im Jahr 2011 war Baka drei Jahre vor Ende seiner regulären Amtszeit als Präsident des Obersten Gerichtshofs abgesetzt worden, nachdem er Justizreformen der Orbán-Regierung kritisiert hatte. Die Fidesz-Regierung hatte damals einen Zusammenhang zwischen der Kritik und Bakas Absetzung bestritten.
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