Leo XIV. bei Generalaudienz im Vatikan: Gedenken an vor 85 Jahren in Auschwitz ermordeten Ordensmann soll auf "Weg des Friedens" führen - Erinnerung an christliche Sonntagspflicht und Gebet für Erdbeben-Opfer
Vatikanstadt, 12.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat an den polnischen Ordensmann Maximilian Kolbe (1894-1941) erinnert, der vor 85 Jahren von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Er hoffe, dass die Erinnerung an dieses Ereignis auf den Weg des Friedens führe, sagte Leo XIV. am Mittwoch während der wöchentlichen Generalaudienz, die wegen der Hitze in Rom erneut im Petersdom stattfand.
Der Franziskaner-Minorit und Publizist Kolbe wurde 1941 verhaftet und in das NS-Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Für einen Mithäftling ging er freiwillig in den Hungerbunker und wurde dort am 14. August 1941 ermordet. Papst Johannes Paul II. (1978-2005) sprach ihn 1982 heilig.
Gebet für Erdbeben-Opfer
Während der Audienz brachte der Papst zudem erneut seine Anteilnahme für die Betroffenen des schweren Erdbebens in Kolumbien zum Ausdruck. "Während ich zum Herrn für die ewige Ruhe der Verstorbenen bete, versichere ich den Familien und allen, die von dieser Tragödie getroffen wurden, meine Gebete", sagte Leo XIV. Zugleich dankte er den Rettungskräften für ihren Einsatz.
Zuvor hatte Leo XIV. die Menschen zum Besuch der Sonntagsmesse ermutigt. Die Teilnahme an der Feier lasse sich nicht durch eine rein virtuelle Anwesenheit ersetzen, sagte der Papst. Zugleich forderte er, auch Menschen, die sonntags arbeiten müssen, die Teilnahme an der Heiligen Messe zu ermöglichen.