Vorbereitung für 2.000-Jahr-Feier der Taufe Jesu im Jahr 2030 mit vier neuen Projekten
Amman, 13.08.2026 (KAP/KNA) Ein Museum, ein Besucherdorf und Infrastrukturmaßnahmen: Im Blick auf "2000 Jahre Taufe Jesu" im Jahr 2030 will Jordanien die als Taufstelle Jesu verehrte Stätte "Al-Maghtas" am jordanischen Ufer des Jordanflusses weiter ausbauen. Am Mittwoch unterzeichnete Ministerpräsident Jafar Hassan Vereinbarungen zu vier Projekten mit einem geschätzten Gesamtvolumen von umgerechnet 104 Millionen Euro, berichtete die Katholische Nachrichten-Agentur KNA mit Verweis auf jordanische Medien.
Ziel sei es, Pilgern und Besuchern ein ganzheitliches Erlebnis zu bieten und gleichzeitig die Identität und Heiligkeit der Stätte zu wahren, erklärte der zuständige Kurator laut Bericht.
Auf einer Fläche von 140 Hektar sollen neben der Taufstätte ein Taufmuseum, ein Pilger- und Besucherdorf und ein sogenannter grüner Korridor entstehen, um die Artenvielfalt zu schützen. Unter anderem sollen Naturwanderwege angelegt werden. Die Arbeiten sollen Anfang 2027 beginnen und im ersten Quartal 2029 abgeschlossen werden.
Im Mai lancierten Kirchenführer und der jordanische König Abdullah II. eine "Initiative 2030" zur Vorbereitung der 2.000-Jahr-Feiern. Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, rief anlässlich der Initiative zur geistlichen Erneuerung und Wiederentdeckung der Taufe auf.
Im Juli hatte auch Israel Vorbereitungen zur Feier des zweitausendsten Jahrestags der Taufe Jesu im Jahr 2030 angekündigt. Der israelische Außenminister Gideon Saar sprach von einem "Ereignis von tiefgreifender spiritueller Bedeutung für mehr als zwei Milliarden Christen weltweit", das eine Gelegenheit für Christen darstelle, das Heilige Land zu besuchen und sich an der Wiege der Christenheit mit den Wurzeln ihres Glaubens zu verbinden. Am Westufer des Jordanflusses wird die als "Kasr al-Jahud" bekannten Stätte als Taufstelle verehrt.