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Diakonie warnt vor Verschlechterungen beim Freiwilligen Sozialjahr

14.08.2026 10:49
Österreich/Soziales/Politik/Zivildienst/FSJ/Diakonie
Abschaffung der Anrechenbarkeit des Sozialjahrs auf den Zivildienst wäre falsches Signal
Wien, 14.08.2026 (KAP) Die Diakonie zeigt sich angesichts von politischen Überlegungen, die Anrechenbarkeit des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) auf den Zivildienst abzuschaffen, alarmiert. Es sei widersprüchlich, junges Engagement fördern zu wollen, während man gleichzeitig Hürden für jene aufbaut, die bereit sind, sich für andere einzusetzen. Eine Abschaffung der Anrechenbarkeit des FSJ auf den Zivildienst wäre jedenfalsch ein falsches Signal für engagierte junge Männer, so das evangelische Hilfswerk in einer Aussendung am Freitag. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) kann derzeit unter bestimmten Bedingungen als Ersatz für den regulären Zivildienst anerkannt werden.

Sollten Wehr- und Zivildienst verlängert werden, sei es wiederum sinnvoll, das Freiwillige Sozialjahr nicht über zwölf Monate hinaus zu verlängern, "da die Dauer des Dienstes mit den Bildungs- und Lebenswegen der Jugendlichen vereinbar bleiben muss", so die Diakonie weiter. Verschlechterungen im FSJ würden nicht nur das Engagement junger Männer schwächen, sondern auch die Bemühungen, sie für Sozialberufe zu gewinnen. Mehr als 70 Prozent der FSJ-Absolventinnen und -absolventen würden sich im Anschluss für eine Tätigkeit im Sozial- oder Pflegebereich entscheiden. Der Zivildienst und das FSJ seien für Jugendliche bedeutende Phasen, "in denen sie nicht nur gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sondern auch wesentliche berufliche und persönliche Erfahrungen sammeln können", so die Diakonie.

Kritisch sieht das Hilfswerk auch Bestrebungen, den Zivildienst noch weiter der militärischen Landesverteidigung unterzuordnen. Vielmehr sollte der Zivildienst der sozialen Sicherheit des Landes dienen und zu einem Sozial- und Friedensdienst verbessert werden; genauso wie internationale Einsätze. "Demokratie, Frieden und soziale Sicherheit müssen international gefördert werden", so die Diakonie in ihrer Aussendung wörtlich. Um den Zivildienst zu stärken, sollten die Hilfstätigkeiten der Zivildienstleistenden erweitert werden. Weiters sei eine Aufwertung des Zivildienstes in Kindergärten wichtig.
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