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Waldbrand bedroht spanisches Königs-Kloster

14.08.2026 14:54
Spanien/Kroatien/Kirche/Waldbrand /Denkmäler/Klöster
Gebeine früherer Monarchen des aragonesischen Königreichs aus Kloster San Juan de la Peña in Sicherheit gebracht - Zerstörte Kirche nach Waldbränden in Kroatien
Madrid/Zagreb, 14.08.2026 (KAP/KNA) Ein Waldbrand in der nordspanischen Region Aragón bedroht eine der bedeutendsten Klosteranlagen des Landes. Während die Einsatzkräfte weiterhin versuchen, die Flammen möglichst vom alten Kloster San Juan de la Peña fernzuhalten, wurden am Freitag erneut mehrere Gemeinden evakuiert. Hohe Temperaturen und Winde verkomplizieren derzeit die Löscharbeiten.

Das spektakulär unter einem überhängenden Felsen errichtete Klostergebäude ist berühmt für die kunstvollen Verzierungen seines romanischen Kreuzgangs. Vor allem aber gilt das Bauwerk aus dem 10. Jahrhundert als Wiege des aragonesischen Königreichs und es beherbergt bis heute die Gräber zahlreicher früherer Monarchen. Deren Gebeine wurden bereits am Donnerstag mit Blick auf die herankommenden Flammen in Sicherheit gebracht.

Zudem ist das ehemalige Benediktinerkloster eng mit den Gralslegenden verbunden. Laut mittelalterlichen Überlieferungen soll hier über Jahrhunderte der Kelch des letzten Abendmahls versteckt worden sein, der sich heute in der Kathedrale von Valencia befinden soll.

Zerstörte Kirche nach Waldbränden in Kroatien

Auch in Kroatien haben mehrere Waldbrände eine Spur der Verwüstung gezogen. Auf der Halbinsel Peljesac zerstörte ein Feuer laut örtlichen Medien am Freitag eine Kirche auf einem lokalen Friedhof bis auf die Mauern. Mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Flammen, die durch den starken Wind angefacht wurden, gefährdeten überdies Häuser und Weingärten.

Bereits in der Nacht zum Freitag hatte sich rund 70 Kilometer weiter nördlich an der dalmatinischen Küste ein vernichtender Brand ausgebreitet. Das Feuer brach rund um den Urlaubsort Lokva Rogoznica aus. Auf ihrem Weg entlang der Küste in Richtung der Kleinstadt Omis vernichteten die Flammen mehrere Fahrzeuge und Häuser. Mehr als 2.000 Menschen mussten evakuiert werden, darunter viele Touristinnen und Touristen.
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