39-jähriger P. Peter Rinderer mit feierlichem Gottesdienst in Wien in sein neues Amt eingeführt
Wien, 16.08.2026 (KAP) Der neue Provinzial der Salesianer Don Boscos Österreich, P. Peter Rinderer, ist mit einem feierlichen Gottesdienst in Wien in sein Amt eingeführt worden. Der 39-Jährige, der zuletzt als Leiter des Schülerheims Don Bosco in Fulpmes tätig war, löst P. Siegfried M. Kettner als obersten Leiter der Ordensprovinz ab. Rinderer ist damit der jüngste Provinzial der Salesianer Don Boscos weltweit, wie die Ordensgemeinschaft mitteilte. Die Amtseinführung am Maria-Himmelfahrts-Tag in der Don Bosco Kirche in Wien-Neuerdberg nahm der in der Ordenszentrale für Nord-, MIttel- und Osteuropa zuständige Regionalrat Don Roman Jachimowicz vor. Unter den Mitfeiernden waren Salesianer Don Boscos aus mehreren Ländern und über 100 Gläubige.
Der Generalobere der weltweiten Salesianer, Don Fabio Attard, hatte Rinderer schon Ende 2025 als Oberer der Provinz Österreich für das kommende Sechsjahresmandat ernannt. "Unser Auftrag als Salesianer Don Boscos sind die Jugendarbeit und die Seelsorge. Beides ist gerade in diesen unsicheren Zeiten wichtig und wertvoll. In allen Don Bosco Einrichtungen sollen eine herzliche Aufnahme, qualitätsvolle Bildung, lebensnahe Spiritualität und eine fröhliche Gemeinschaft spürbar sein", erklärte P. Rinderer.
Jachimowicz sprach in seiner Predigt bei der Amtseinführung darüber, wie wichtig es für einen Salesianer Don Boscos ist, sich selbst zu schenken. "Ein Salesianer soll ein Mensch sein, der Zeit hat, der zuhört und der Hoffnung trägt." Auch Ordensgründer Giovanni Bosco (1815-1888) habe so gelebt. "Er wartete nicht, bis die jungen Menschen zu ihm kamen. Er ging zu ihnen, er suchte sie auf, an ihren Arbeitsplätzen und in den Gefängnissen. Er zeigte ihnen, dass Gott sie liebt", sagte Jachimowicz.
Don Bosco hatte sich in der norditalienischen Industriestadt Turin der Nöte sozial entwurzelter Kinder und Jugendlichen angenommen nahm, sie von der Straße geholt und ihnen in offenen Jugendzentren ("Oratorien") ein ganzheitliches Präventivprogramm mit Gemeinschaft, Bildung und Glaubensvermittlung geboten.
Gebürtiger Vorarlberger
Der neue Provinzial Rinderer wurde am 30. Oktober 1986 in Feldkirch geboren und wuchs in Thüringerberg auf. Schon früh kam er mit den Salesianern in Kontakt. Nach der HTL-Matura wurde er Freiwilligenhelfer in einem Jugendzentrum der Salesianer in Tijuana in Mexiko. Rinderer absolvierte das Noviziat in Pinerolo (Italien) und legte 2009 seine ersten Gelübde ab. Am 1. Juli 2018 folgte die Priesterweihe.
Mehrere Jahre begleitete er bei "Volontariat bewegt" junge Erwachsene, die als Freiwillige in Don-Bosco-Projekten weltweit tätig sind. Seit 2019 leitete er das Schülerheim Don Bosco Fulpmes und unterrichtet an der HTL Fulpmes. Von 2021 bis Sommer 2025 engagierte sich Rinderer zusätzlich als Jungschar- und Jugendseelsorger der Diözese Innsbruck. Seit 2022 ist er außerdem im Provinzrat tätig.
Zweitgrößte Ordensgemeinschaft weltweit
Die aktuell 44 Salesianer in Österreich setzen sich gemeinsam mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zahlreichen Ehrenamtlichen für junge Menschen ein. Sie betreiben unter anderem Schulen, Kindergärten, Jugendzentren und Wohnheime und bieten Bildungs-, Freizeit- und Seelsorgeangebote. Überdies unterstützen Organisationen wie das Don Bosco Sozialwerk, Volontariat bewegt, Don Bosco Volunteers und die Don Bosco Mission Austria junge Menschen und Projekte in Österreich und weltweit.
International gibt es 14.000 Salesianer Don Boscos in rund 90 Provinzen in 136 Ländern. Sie bilden damit die zweitgrößte katholische Ordensgemeinschaft weltweit.
(Website Salesianer Don Boscos in Österreich: www.donbosco.at)