730.000 US-Dollar für Restaurierung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die bei russischem Angriff schwer beschädigt wurde
Kiew, 18.08.2026 (KAP) Die Schweiz wird über die Unesco rund 730.000 US-Dollar für die Erhaltung und Restaurierung des Kiewer Höhlenklosters bereitstellen, dessen Mariä-Entschlafens-Kathedrale vor zwei Monaten bei einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde. Das berichtete die Agentur "Ukrinform". Der ukrainische Außenminister Andriy Sybiga begrüßte das Schweizer Engagement in einer auf X veröffentlichten Erklärung. "Während die Russische Föderation versucht, das kulturelle Erbe der Ukraine zu zerstören und unsere Identität auszulöschen, stehen uns unsere Partner bei, dieses Erbe für künftige Generationen zu schützen und zu bewahren", so Sybiga.
Zuvor hatte Jacques Gerbet, der Delegierte des Schweizer Bundesrats für die Ukraine, angekündigt, dass die Schweiz 600.000 Franken (ca. 730.000 US-Dollar) bereitstellen wird. Das Höhlenkloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. "Gemeinsam schützen wir das Erbe der Ukraine und einen unschätzbaren Teil des kulturellen Erbes Europas und der Welt", erklärte Sybiga.
Mitte Juni hatte eine russische Kampfdrohne den Altarraum der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters getroffen. Infolge des Angriffs brach ein Großbrand aus. Etwa 80 Prozent der Dachdeckung und der Holzkonstruktion der Kuppel brannten nieder, Kuppeln, Wände und Fenster der Kathedrale sowie angrenzende Bauwerke wurden beschädigt.
Neben der Schweiz haben auch Griechenland und Japan bereits ihre Bereitschaft zur Beteiligung an der Restaurierung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale nach dem russischen Angriff bekundet.
Das 1051 gegründete Höhlenkloster in Kiew begeht 2026 sein 975. Gründungsjubiläum. Es gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt Kiew und steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der Unesco. Die Schäden nach dem russischen Angriff werden auf ca. 40 Millionen Euro geschätzt.