Zwei Tote bei Schüssen an Jesuiten-Schule auf Philippinen
18.08.202610:25
Philippinen/Schule/Waffen/Mord
Mutmaßlicher Schütze war selbst Schüler der Einrichtung und wurde beim Angriff getötet
Manila, 18.08.2026 (KAP) Bei Schüssen an einer von Jesuiten geführten Schule im Süden der Philippinen sind am Dienstag zwei Schüler ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Toten um den mutmaßlichen Schützen und einen weiteren Schüler. Der Vorfall ereignete sich laut dem Portal Licas.news auf dem Campus der Ateneo de Zamboanga University in Zamboanga City.
Nach ersten Ermittlungen soll ein Schüler mit einer Pistole und einem Gewehr in ein Klassenzimmer gelangt sein und das Feuer eröffnet haben. Dabei wurde ein Schüler tödlich getroffen. Anschließend nahm sich der mutmaßliche Täter selbst das Leben. Die Polizei untersucht weiterhin die Hintergründe und ein mögliches Motiv.
Die Universität bestätigte zunächst zwei Todesopfer und erklärte, sie arbeite mit den Behörden an der Aufklärung. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler habe höchste Priorität. Eltern und Erziehungsberechtigte wurden informiert und die Abholung der Schüler organisiert. Auch das philippinische Bildungsministerium kündigte psychologische und psychosoziale Unterstützung für Betroffene an.
Der Vorfall ist bereits der zweite tödliche Schusswaffenangriff an einer Schule auf den Philippinen innerhalb von zwei Monaten. Bei einer Schießerei an einer Schule in Tacloban waren im Juni drei Schüler getötet und rund 20 weitere Menschen verletzt worden. Noch im Juli waren deshalb an der Schule der Ateneo de Zamboanga University, dem jetzigen Tatort, ähnlich wie auch an anderen Schulen des Landes Übungen für den Fall eines bewaffneten Angriffs durchgeführt worden.