Kirche und Regierung stimmen Papstbesuch in Argentinien ab
19.08.202614:53
Argentinien/Regierung/Religion/Papst/Diplomatie
Besondere Aufmerksamkeit für anstehende Südamerika-Reise von Leo XIV. im Heimatland seines Vorgängers, Franziskus
Buenos Aires, 19.08.2026 (KAP/KNA) Papst Leo XIV. wird bei seinem Argentinien-Besuch im November voraussichtlich auch den kirchenkritischen Staatspräsidenten Javier Milei treffen. "In der Regel ist eine der ersten Aktivitäten des Papstes auf seinen Reisen ein Treffen mit dem Staatsoberhaupt", sagte der Geistliche Máximo Jurcinovic am Dienstag (Ortszeit) der Zeitung "La Nación" nach einem Treffen mit der argentinischen Regierung. Karina Milei, Schwester und Generalsekretärin des Präsidenten, hatte die kirchliche Delegation im Präsidentensitz Casa Rosada empfangen.
Zwischen dem aus Argentinien stammenden Papst Franziskus (2013-2025) und Javier Milei hatte es immer wieder inhaltliche Differenzen gegeben. Franziskus galt als Kapitalismuskritiker, Milei ist Verfechter einer radikalen Marktwirtschaft. Trotz aller Differenzen verlief das erste Treffen der beiden Argentinier im Vatikan seinerzeit in herzlicher Atmosphäre.
Sein Heimatland hatte Franziskus nach seiner Wahl allerdings nie besucht. Zunächst bereiste er andere Länder. Als er im fortgeschrittenen Alter doch nach Argentinien reisen wollte, verhinderten gesundheitliche Probleme die Visite.
Auf Fragen nach der inhaltlichen Botschaft der geplanten Reise sagte Jurcinovic: "Der Papst wird alles sagen, was er möchte. Und es wird uns allen guttun, ihm zuzuhören. Leo XIV. kennt Lateinamerika. Er war viele Jahre lang Missionar in Peru."
Der Papst reist vom 8. bis 11. November nach Argentinien und besucht dort Buenos Aires, Córdoba und Luján. Großveranstaltungen sind Medienberichten zufolge am "Monumento de los Españoles" in der argentinischen Hauptstadt sowie in der Basilika von Luján und auf dem Gelände der Flugzeug-Fabrik Fadea in Córdoba geplant.