Irak: Patriarch bekräftigt Bedeutung der religiösen Vielfalt
19.08.202614:56
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Antrittsbesuch des chaldäischen Patriarchen Paul III. Nona im Amt für Stiftungen für christliche, jesidische und mandäische Religionen in Bagdad
Bagdad, 19.08.2026 (KAP) Der chaldäisch-katholische Patriarch Paul III. Nona ist am Dienstag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit den Verantwortlichen des Amtes für Stiftungen für christliche, jesidische und mandäische Religionen in Bagdad zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit dem Leiter des Amtes, Rami Joseph Aghajan, sowie den Generaldirektoren und weiteren leitenden Mitarbeitenden stand laut dem "Pro Oriente"-Informationsdienst die Bedeutung des Erhalts der religiösen und kulturellen Vielfalt des Landes.
Es war der erste offizielle Besuch des Kirchenoberhaupts in der Einrichtung, die eine offizielle irakische Regierungsbehörde ist. Der Patriarch wie der Leiter des Amtes bekräftigten den Wunsch nach einer engen Kooperation, die die Präsenz der Kirchen und Religionsgemeinschaften stärken soll. Insbesondere in Regionen mit vielfältigen religiösen und kulturellen Gemeinschaften sei die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns zur Förderung von Toleranz und einem friedlichen Zusammenleben besonders gegeben, so Patriarch Nona.
Die religiöse Vielfalt im Irak ist groß, auch wenn die Muslime (Sunniten und Schiiten) rund 98 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Neben den verschiedenen christlichen Kirchen bzw. Konfessionen (Chaldäisch-katholische Kirche, Assyrische Kirche des Ostens, Syrisch-orthodoxe und Syrisch-katholische Kirche, Armenisch-apostolische und Armenisch-katholische Kirche, Römisch-katholische und Kirchen der reformatorischen Tradition) gibt es noch weitere religiöse Minderheiten im Land: Jesiden, Schabak, Mandäer, Kakai und Zoroastrier. Die irakische Verfassung garantiert Religionsfreiheit. Andererseits ist genauso festgeschrieben, dass kein Gesetz dem Islam widersprechen darf. Das führt in der Praxis immer wieder zu Problemen und Spannungen.