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Diözese St. Pölten: Kirche erinnert an Sakralkünstler Robert Herfert

21.08.2026 14:00
Österreich/Kirche/Kunst/Herfert/100
Maler und Bildhauer, der in der Diözese St. Pölten u. a. Dutzende Kirchenräume nach dem Zweiten Weltkrieg mitgestaltete, wäre am 24. August 100 Jahre alt geworden - "Was wirklich Kunst ist, wird die nächste Generation entscheiden"
St. Pölten, 21.08.2026 (KAP) Am 24. August wäre der St. Pöltner Sakralkünstler Robert Herfert 100 Jahre alt geworden. Die St. Pöltner Kirchenzeitung "Kirche bunt" hat aus diesem Anlass an den Maler und Bildhauer erinnert, der mit seiner Kunst u. a. mehr als drei Dutzend Kirchenräume in der Diözese St. Pölten, darunter die Pfarrkirchen Stephanshart, Bad Traunstein, Amstetten-St. Marien, Persenbeug, Tiefental bei Tulln, Vestenthal, Langenhart, St. Pölten-Maria Lourdes, St. Pölten-St. Johannes Kapistran oder die Erweiterung von Wieselburg gestaltete. In diesem Bereich war er von 1957 bis 1987 tätig.

Viele Spitäler, Pensionistenheime, Aufbahrungshallen, Feuerwehrgebäude, Schulen, Kindergärten, Brunnenanlagen, andere öffentliche Gebäude und 39 Kapellen gestaltete er ebenso mit. Eine Vielzahl von Sgraffiti, Mosaiken, Keramiken, Glasfenstern und Plastiken finden sich an öffentlichen und privaten Gebäuden.

Herfert hatte nach dem Zweiten Weltkrieg an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei den Malern Robin Christian Andersen (1890-1969) und Herbert Böckl (1894-1966) studiert. Danach arbeitete er ab 1955 als freischaffender Künstler. Er starb am 18. Jänner 2011.

Religiosität habe im Leben und Wirken Herferts eine große Rolle gespielt, so der Herfert-Experte und frühere Bauamtsdirektor der Diözese St. Pölten, Wolfgang Pfoser: "Herfert konnte religiöse Inhalte gut vermitteln und bekam daher viele kirchliche Aufträge - auch deshalb, weil er im Vergleich mit anderen zeitgenössischen Künstlern immer neue Ausdrucksformen suchte."

"Die Kirche als Auftraggeber sei für Herfert oft Hilfe, manchmal auch Hemmschuh im künstlerischen Ausdruck gewesen, der zur damaligen Zeit neu und modern wirkte", heißt es in "Kirche bunt". Es sei immer wieder zu Spannungen und Meinungsverschiedenheiten mit kirchlichen Auftraggebern gekommen und auch von Seiten der Gläubigen sei Herfert mitunter auf Kritik und Unverständnis gestoßen. Herfert selbst habe dazu einmal bemerkt: "Was wirklich Kunst ist, wird die nächste Generation entscheiden."
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