Staatspräsident Aoun traf mit Papst Leo zusammen, anschließend Gespräche mit Kardinalstaatssekretär Parolin und Außenamtsleiter Gallagher
Vatikanstadt, 20.08.2026 (KAP) Libanons Staatspräsident Joseph Aoun hat im Vatikan Gespräche über das historische Rahmenabkommen geführt, das Ende Juni von seinem Staat, Israel und den USA unterzeichnet wurde. Das Dokument soll als Grundlage für den Weg zu einem dauerhaften Frieden zwischen Israel und dem Libanon dienen. Der Vatikan sieht jedoch Schwierigkeiten.
Wie das vatikanische Presseamt mitteilte, traf Aoun am Donnerstag zunächst mit Papst Leo XIV. zusammen. Anschließend führte der Politiker Gespräche mit dem vatikanischen Chefdiplomaten, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, und dem päpstlichen Außenamtsleiter, Erzbischof Paul Richard Gallagher.
Der Heilige Stuhl habe zwar seine Zufriedenheit über die Unterzeichnung des Dokuments zum Ausdruck gebracht, heißt es in der Mitteilung, "aber auch ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Schwierigkeiten geäußert, die bei der Umsetzung auftreten, und seine Unterstützung für die diesbezüglichen Bemühungen zugesichert".
Papst Leo XIV. hatte im Rahmen der ersten Auslandsreise seines Pontifikats im vergangenen Jahr den Libanon besucht. Dabei setzte er sich für die Präsenz der Christen in dem Land ein und rief Politik und Gesellschaft zu Versöhnung und Anstrengungen für den Frieden auf.