Metropolit Arsenios bei Weihe der Kirche der Drei Hierarchen in Budapester Innenstadt: Neue Kirche soll ungarischem Volk und orthodoxen Gläubigen Segen bringen - Feierliche Eröffnung des Kirchenzentrums "Fanarion" mit Patriarch Bartholomaios am 5. September
Budapest, 21.08.2026 (KAP) Metropolit Arsenios (Kardamakis) hat am Donnerstag - dem ungarischen Staatsfeiertag - die neue Kirche der Drei Hierarchen im neuen orthodoxen Dialogzentrum "Fanarion" des Ökumenischen Patriarchats in Budapest geweiht. Die Kirche ist das Herzstück des neuen Zentrums, das in den vergangenen Jahren entstanden ist. Bei der Weihe assistierten dem Metropoliten die beiden Weihbischöfe Paisios (Larentzakis) und Maximos (Rudko) sowie zahlreiche Geistliche der Metropolis von Austria sowie des Exarchats von Ungarn.
Die feierliche Eröffnung des gesamten Gebäudekomplexes findet am 5. September statt. Dazu wird auch der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. anreisen. Das "Fanarion" in der Budapester Innenstadt beherbergt u. a. eine große Kirche, zwei Kapellen sowie Veranstaltungsräume und Büros. Das neue Zentrum dient als Hauptsitz des Exarchats von Ungarn, das von Metropolit Arsenios (Kardamakis) geleitet wird. Der Metropolit von Austria ist nicht nur für die griechisch-orthodoxen Gläubigen in Österreich zuständig, sondern als Exarch des Ökumenischen Patriarchats auch für Ungarn.
Mit der Kirchenweihe werde weit mehr als nur die Fertigstellung eines Bauwerks gefeiert, betonte der Metropolit in seiner Predigt. Er beschrieb die neue Kirche als einen Ort, "wo Zeit und Ewigkeit sich begegnen werden", wo das Evangelium verkündet und Eucharistie gefeiert wird. Die Kirche sei ein besonderer Ort der Gnade Gottes und werde immer dann neu "geweiht", "wenn jemand mit Sorgen und Nöten kommt und mit neuer Hoffnung geht, wenn ein Kind seine erste Kerze entzündet oder ein Fremder Gastfreundschaft, Leidende Trost, junge Menschen Orientierung und Verzweifelte ein Wort des Lebens erfahren".
Die Kirche ist den drei heiligen Hierarchen Basilius der Große, Johannes Chrysostomos und Gregor von Nazianz geweiht. Metropolit Arsenios bemerkte mit Blick auf die drei, dass Glaube und Vernunft, Theologie und Bildung sowie Wahrheit und Liebe zusammengehörten.
Kardamakis hob zudem die historischen Verbindungen zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und Ungarn hervor. Sein besonderer Dank gelte Ungarn für die großzügige und vielfältige Unterstützung, die dieses Projekt erst möglich gemacht habe, so der Metropolit. Er schloss mit der Hoffnung, dass die neue Kirche "ein Ort werden möge, an dem Himmel und Erde sich begegnen" und dem ungarischen Volk und den Gläubigen des Exarchats Segen bringen.
2014 kam es zum Abschluss einer Art Konkordat zwischen Ungarn und dem Patriarchat von Konstantinopel. 2016/17 wurde dem Exarchat von der ungarischen Regierung ein Gebäudekomplex in der Budapester Innenstadt übergeben, der nun das administrative, spirituelle und soziale Zentrum der griechischen Kirche in Ungarn sein soll.