Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Papst Leo XIV. winkt aus dem Papamobil
Papstreise
Bild Copyright: © Cristian Gennari/Romano Siciliani/KNA

Papst in San Marino: Kritik an Machtstreben im Namen der Freiheit

22.08.2026 12:00
San Marino/Papst/Politik/Kirche/Papstreise
Ansprache vor Vertretern aus Gesellschaft und Politik: Das kleine San Marino soll Vorbild für die große Politik der Welt
San Marino, 22.08.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat politische und wirtschaftliche Systeme kritisiert, die im Namen der Freiheit eigene Machtinteressen verfolgen. "Aus christlicher Perspektive stehen oder fallen Freiheit und Gemeinschaft zusammen", sagte der Papst am Samstag in seiner Ansprache vor Vertretern aus Gesellschaft und Politik in San Marino. Wirkliche Freiheit zeige sich im Geben, in Begegnung und Dialog.

Leo XIV. besucht die älteste Republik der Welt als erster Papst seit 15 Jahren. Den Zwergstaat bezeichnete er als mögliches "Labor für gute Politik": Gerade aufgrund der geringen Größe könne San Marino zeigen, wie Politik nah an den Bedürfnissen der Bürger gestaltet und Demokratie wirksamer werden könne - getragen von christlichen Werten.

Ohne vom Prinzip des Laizismus - also der Trennung von Staat und Religion - abzuweichen, könne auf die Grundlagen der Katholischen Soziallehre zurückgegriffen werden: Dazu zählten etwa das Streben nach Gemeinwohl und sozialer Gerechtigkeit.

Hauptziel dieses "Labors" sollte stets die Sorge um die Menschen sein. "Eine Gemeinschaft wie die eure, die reich an traditionellen Werten ist und gleichzeitig technologisch auf dem neuesten Stand, kann dieses Ziel wirksam verfolgen", ermutigte das Kirchenoberhaupt die Teilnehmer des Treffens im Palazzo Pubblico.

In San Marino, wo Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche legal sind, appellierte der Papst überdies für mehr Lebensschutz - von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. "Die Qualität einer Zivilisation misst sich nicht an der Macht ihrer Mittel, sondern an der Fürsorge, die sie zu bieten vermag, an der Fähigkeit, den anderen als Gesicht und nicht als Funktion anzuerkennen", betonte er.

Beim anschließenden Treffen mit Katholiken in der Basilika des fünftkleinsten Staates der Welt, ermutigte er insbesondere junge Menschen, ihrer Berufung zu folgen. "Habt keine Angst davor, anspruchsvolle Entscheidungen zu treffen - wie die Ehe, die Ordination, das Weiheamt, das Berufsleben, das soziale und politische Engagement", so Leo XIV. "Lasst euch auf Initiativen und Projekte der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit ein."

Nach der Visite in San Marino reiste Leo XIV. wieder auf italienisches Staatsgebiet. Auf dem Programm stand ein Privatbesuch des Augustinerklosters von Pennabilli, das nach dem heiligen Antonius von Padua benannt ist.

Am Nachmittag wird der Papst in Rimini erwartet. Dort besucht Leo XIV. zwei Ausstellungen und trifft die Teilnehmer eines großen Katholikentreffens. In der Kathedrale der Adriastadt folgt eine Begegnung mit Bedürftigen, bevor Leo XIV. im Hafen von Rimini eine Messe feiert.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen