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Michael Landau
Kirche
Bild Copyright: © Erzdiözese Wien/ Schönlaub Stephan, Stephan Schönlaub

Landau: Krieg, Klimakrise und Hunger erfordern gemeinsames Handeln

23.08.2026 11:34
Österreich/Kirche/Soziales/Umwelt/Glaube/Caritas/Landau
Caritas-Europa-Präsident bei Gottesdienst im Stephansdom mit eindringlichem Plädoyer für öko-soziale Umkehr - Sammlungen für Afrika-Hilfe der Caritas bei Sonntagsgottesdiensten in ganz Österreich
Wien, 23.08.2026 (KAP) "Krieg, Klimakrise und Hunger sind globale Herausforderungen, die sich nicht isoliert betrachten lassen und globale Antworten erfordern." - Das hat Caritas-Europa-Präsident Michael Landau betont. Er stand im Wiener Stephansdom dem Sonntagsgottesdienst vor und unterstrich in seiner Predigt, dass humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, der Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit sowie die Bewahrung der Schöpfung stets Hand in Hand gehen müssten.

Zu den zentralen Hinterlassenschaften von Papst Franziskus gehöre die Überzeugung, "dass wir auf den Schrei der Armen und den Schrei der Schöpfung achten müssen", so Landau. In seiner Enzyklika "Laudato sí" habe der Papst unmissverständlich festgehalten, dass es um eine einzige, komplexe sozio-ökologische Krise gehe, "die uns alle zur Umkehr und Neuausrichtung fordert: als Einzelne und als Gesellschaft".

Im Blick auf die Schöpfungsverantwortung wolle er allen danken, so Landau, die sich in diesem Bereich engagieren. Schöpfungsverantwortung beginne bei jedem Einzelnen und der Reflexion des eigenen Lebensstils, es sei zweitens auch eine dringliche Anfrage an die Kirchen und drittens vor allem auch eine politische und gesellschaftliche Frage. Die Kirchen seien gehalten, gemeinsam mit allen Menschen guten Willens, eine "ökosoziale Umkehr" auch gesellschaftlich mit Beharrlichkeit einzumahnen.

645 Millionen Menschen leiden an Hunger

Landau nahm weiters den Hunger in der Welt in den Blick: 645 Millionen Menschen würden weltweit an Hunger leiden, so der Caritas-Europa-Präsident: "Es geht hier nicht um Statistiken, sondern um konkrete Menschen - Frauen, Männer, Kinder... - mit einem Namen, einem Gesicht, einem Schicksal". Niemand könne den Hunger allein aus der Welt schaffen; "aber wenn viele einen kleinen Beitrag leisten, dann kann Großes gelingen".

Man sei gut beraten, das aktuelle Thema der Sicherheit weiter zu fassen, so Landau. Es sei klar: "Solange Menschen für sich und ihre Kinder keine Perspektiven sehen, solange Menschen keinen Schutz und keine Sicherheit in ihren Herkunftsländern finden können, und so lange mit Waffenhandel viel Geld verdient wird, so lange werden Menschen sich auf den Weg machen - auch nach Europa."

In vielen Kirchen in ganz Österreich wurde am Sonntag für die Afrika-Hilfe der Caritas gesammelt, auch im Stephansdom. Sammlungen und Hilfsaktionen wie diese seien wichtig, so Landau, denn die Kirche müsse einen konkreten Beitrag leisten, "bevor wir Forderungen an andere richten". Und er könne bezeugen: "Die Hilfe kommt an." Er danke allen, "die hinschauen und helfen, wo es am nötigsten ist. Jeder Beitrag zählt und schenkt Gesundheit, Zukunft, Hoffnung."

"Das Böse gewinnt nicht"

Christinnen und Christen wüssten sich in ihrem Bemühen um eine bessere Welt getragen von der Zusage Gottes: "Das Böse gewinnt nicht. Und zwar auch auf Zukunft hin nicht: Das letzte Wort hat Gott, und es wird ein gutes Wort sein. "

Und im Blick auf die biblischen Texte des Gottesdienstes betonte der Caritas-Europa-Präsident: "Gott braucht uns nicht perfekt, sondern verfügbar." Und: "Wie Petrus dürfen auch wir Fehler machen und wie er Gott vertrauen, dass Er das Dunkel, auch unser je eigenes Dunkel hell macht und die Dinge zum Guten wendet; dass Er uns nicht untergehen lässt."

(Caritas-Spenden: IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, BIC: GIBAATWWXXX, Kennwort: Zukunft ohne Hunger - Online: www.caritas.at/hunger)
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