Internationaler Kongress Renovabis zu "Jenseits der Polarisierung"
25.08.202614:01
Deutschland/Kirche/Hilfsorganisation/Osteuropa
Unter den Gästen beim jährlichen Treffen des deutschen katholischen Osteuropahilfswerks ist heuer auch Kurienkardinal Mario Grech
München, 25.08.2026 (KAP/KNA) Unter dem Motto "Jenseits der Polarisierung" steht der diesjährige Internationale Kongress Renovabis in Freising. Vom 17. bis 18. September soll darüber diskutiert werden, wie sich der gesellschaftliche Zusammenhalt in Ost und West stärken lässt - in Zeiten von Vertrauensverlust und hinsichtlich der Folgen des Krieges in der Ukraine. Erwartet werden zu dem jährlichen Treffen des deutschen katholischen Osteuropahilfswerks, das zum 30. Mal stattfindet, Gäste aus Wissenschaft, Kirche, Politik und Zivilgesellschaft.
Zum Auftakt analysieren die Sozialwissenschaftler Hugo Gloss vom DEKK-Institut in Bratislava und Regina Arant von der Universität Bremen die Ursachen gesellschaftlicher Spaltung. Sie wollen zeigen, warum Zusammenhalt zu einer zentralen Zukunftsfrage in Europa geworden ist. Fachforen widmen sich zudem den Auswirkungen digitaler Filterblasen, der sozialen Entfremdung sowie den gesellschaftlichen Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Kirche in Verantwortung
Der polnische Publizist Zbigniew Nosowski und die kroatische Friedensaktivistin Ana Raffai widmen sich in einer Gesprächsrunde den Kirchen. Sie diskutieren darüber, wie kirchliche Akteure gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und inwiefern sie selbst Teil von Polarisierung werden könnten.
Der zweite Kongresstag richtet den Blick auf Lösungsansätze. So hat sich aus Rom Kurienkardinal Mario Grech angesagt. Er will erörtern, wie die soziale Dimension der Synodalität zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen kann. Außerdem werden erwartet der Vizepräsident der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung, Volker Ullrich, und der Bürgermeister der kosovarischen Hauptstadt Pristina, Perparim Rama.